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Deutschland / Welt IG-Metall warnt Opel-Chefs
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt IG-Metall warnt Opel-Chefs
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09:10 14.07.2012
DIe IG-Metall hat General Motors im Fall Opel davor gewarnt, die Vereinbarungen mit der Arbeitnehmerseite zu brechen. Quelle: dpa
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Berlin

Opel-Interimschef Stephen Girsky hat nach „Bild“-Informationen Änderungen an der Unternehmensstrategie angekündigt und zusätzliche Anstrengungen von den Mitarbeitern verlangt. „Unsere erfolgreiche Revitalisierung erfordert von uns allen die Bereitschaft, das Geschäft anders zu machen als bisher und dabei schnell zu handeln. Jeder Einzelne von uns ist verantwortlich für die Ergebnisse“, schrieb Girsky in einer E-Mail an die Opelaner, wie die Zeitung (Samstag) berichtet.

Demnach betont Girsky, dass der eingeschlagene Sanierungskurs auf jeden Fall weitergeht: Die „dringenden Arbeiten zur Wiederherstellung einer nachhaltigen Profitabilität bei Opel/Vauxhall und GM in Europa“ würden „ohne Unterbrechung“ fortgesetzt.

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Der überraschende Abschied von Opel-Vorstandschef Karl Friedrich Stracke hat beim angeschlagenen Autobauer neue Ängste vor einem Kahlschlag geschürt. Insider sind überzeugt, dass die US-Mutter General Motors (GM) einen Nachfolger inthronisieren wird, der härter durchgreift. Nach Informationen von „Bild“ wird der Aufsichtsrat von Opel kommenden Dienstag zu einer Sondersitzung zusammentreffen.

IG-Metall-Chef Berthold Huber warnte die Konzernmutter General Motors davor, die Vereinbarungen mit der Arbeitnehmerseite einseitig zu brechen. Die IG Metall sei knallhart. Man gehe davon aus, „dass die Garantien für die Werke und die Arbeitsplätze bis Ende 2016 weiter gelten“, sagte Huber der „Süddeutschen Zeitung“. Man gebe „keinen einzigen Standort preis“.

Auf die Frage, was geschehe, falls sich GM nicht an die Vereinbarungen halte, sagte der Gewerkschafter: „Davor kann ich nur warnen.“ Wer Opel aufgeben wolle, müsse wissen: „Das wären die teuersten Werksschließungen, die ein Konzern jemals in Deutschland versucht hätte. Das würde Unsummen kosten.“ Nötig sei ein entschlossener Vorstand, der die Probleme anpacke und Opel gemeinsam mit der Belegschaft nach vorne bringe. 

dpa