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Deutschland / Welt Investoren buhlen um Adidas-Tochter Reebok
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Investoren buhlen um Adidas-Tochter Reebok
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09:48 20.10.2014
Adidas soll ein Angebot für seine US-Tochter Reebok vorliegen. Quelle: dpa
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München

Eine Investorengruppe will Adidas einem Zeitungsbericht zufolge Reebok für 2,2 Milliarden Dollar übernehmen. Die Offerte stünde unmittelbar bevor, berichtete das "Wall Street Journal" (Montagausgabe). Die Investorengruppe, zu der die in Hongkong ansässige Beteiligungsgesellschaft Jynwei Capital sowie Fonds mit Verbindungen zu der Regierung von Abu Dhabi gehören sollen, seien der Ansicht, dass Reebok alleine besser aufgestellt sei, hieß es unter Berufung auf nicht näher genannte Insider. Ein Sprecher von Jynwei Capital sagte lediglich, die Firma halte ständig Ausschau nach Investitionsmöglichkeiten. Adidas lehnte eine Stellungnahme ab, die Aktien waren mit einem Plus von rund fünf Prozent mit Abstand größter Dax-Gewinner im frühen Handel.

Die Franken hatten die US-Marke Reebok 2005 für 3,8 Milliarden Dollar gekauft. Sie war lange Zeit Sorgenkind des Herzogenauracher Konzerns, entwickelt sich nach einer Neuausrichtung auf den Fitnesssport aber wieder besser.Der langjährige Adidas-Chef Herbert Hainer hatte zuletzt zunehmend Kummer mit seinen Aktionären. So gab es Spekulationen um einen Einstieg von Hedgefonds bei dem zweitgrößten Sportartikelhersteller der Welt nach Nike. Deren Pläne umfassten Medienberichten zufolge eine Ablösung Hainers und eine Abspaltung von Reebok.

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Unter Anlegern hatte Hainer außerdem mit einer Gewinnwarnung kurz nach der prestigeträchtigen Fußball-Weltmeisterschaft für Stirnrunzeln gesorgt. Die Eigentümer übten danach verstärkt Druck auf die Herzogenauracher aus, die Aktionäre stärker am Vermögen des Traditionsunternehmens zu beteiligen. Erst Anfang Oktober gab Hainer nach und versöhnte Investoren mit der Ankündigung eines milliardenschweren Aktienrückkaufs.

Reuters

20.10.2014
20.10.2014