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Deutschland / Welt Die Gewinner und Verlierer im TÜV-Report
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19:27 05.11.2014
Von Stefan Winter
Je älter die Autos, desto höher ist die Mängelquote.
Je älter die Autos, desto höher ist die Mängelquote. Quelle: dpa
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Berlin

Die Autos auf den Straßen werden immer älter, technisch aber trotzdem immer sicherer. Der TÜV hat acht Millionen Prüfberichte zur Hauptuntersuchung ausgewertet und erstmals seit vielen Jahren wieder einen Rückgang der „erheblichen Mängel“ festgestellt – in solchen Fällen muss das Auto in die Werkstatt, bevor es zum zweiten Mal vor die Prüfer rollt. Allerdings trifft dieses Schicksal immer noch jedes vierte Auto, und der Rückgang ist bescheiden: Von 25,8 auf 25,2 Prozent ist der Anteil der erheblichen Mängel im vergangenen Jahr gesunken. Gleichzeitig stieg der Anteil der mängelfreien Autos von 61,8 auf 63,2 Prozent.

„Wir hoffen, dass sich hier eine Trendwende abzeichnet“, sagte der TÜV-Nord-Geschäftsführer Hartmut Abeln. Die Bilanz verbesserte sich, obwohl das Durchschnittsalter der geprüften Autos so hoch war wie noch nie. Und nicht nur der TÜV, sondern vor allem die Hersteller hoffen, dass bald wieder mehr neue – und für ein paar Jahre mängelfreie – Autos auf die Straßen kommen. Im Durchschnitt waren die Autos auf der TÜV-Hebebühne in diesem Jahr 8,8 Jahre alt, 2000 lag der Durchschnitt noch bei acht Jahren, 1980 bei 5,3 Jahren. Inzwischen sind 40 Prozent der Autos älter als zehn Jahre.

Naturgemäß wächst die Zahl der Mängel mit dem Alter. TÜV-Manager Abeln traut aber auch alten Autos noch einen guten Zustand zu; dies sei vor allem eine Frage der Pflege: „Wenn sich die Autofahrer mehr um Wartung und Pflege des Fahrzeugs kümmern und fällige Termine zur Wartung und Instandhaltung wahrnehmen, ist das positiv für die Sicherheit auf unseren Straßen.“ Vor allem die Beleuchtung werde oft stiefmütterlich behandelt. Regelmäßig finden sich die meisten Fehler bei der Hauptuntersuchung im Bereich Licht und Elektrik – gefolgt von Bremsen, Umweltbelastung und „Achsen, Räder, Reifen“.

Das sind die Gewinner und Verlierer:

Bis zu dreijährige Autos

Beste Mängelquote:

Mercedes SLK  (2,4 Prozent)

Audi A6 (2,9)

GLK (3,6) 

Schlusslichter:

Dacia Logan (15,7 Prozent)

Alfa Romeo Mito (15,6)

Fiat Panda (14,8)

Vier- bis fünfjährige Autos

Beste Mängelquote:

Madza3  (5,4 Prozent)

Porsche 911 (6,4)

Toyota iQ, Toyota Avensis und VW Polo (je 6,5).

Schlusslichter:

Fiat Doblo (25,8 Prozent)

Dacia Logan (25,5)

Renault Kangoo (25,4)

Sechs- bis siebenjährige Autos

Beste Mängelquote:

Porsche 911 (10,5 Prozent)

Mazda2 (11,2 Prozent)

VW Golf Plus (11,5)

Schlusslichter:

Renault Laguna (33 Prozent)

Dacia Logan (32,8)

Renault Kangoo (31,9)

Bestes HU-Ergebnis

Erstmals sind im TÜV Report 2015 auch die Autos mit den jeweils besten HU-Ergebnissen in den verschiedenen Fahrzeugklassen gelistet.

Der Kleinwagen mit den wenigsten Mängeln ist demnach der Mazda2, bei den Kompakten liegt der Audi A3 vorne, bei den Vans der Opel Meriva. Mercedes sicherte sich bei den Mittelklassemodellen mit der C-Klasse Platz eins und bei den SUVs mit dem GLK.

In den TÜV Report 2015 flossen die Ergebnisse von 8,5 Millionen Hauptuntersuchungen an 226 Fahrzeugmodellen aus dem Zeitraum Juli 2013 bis Juni 2014 ein. Der Report erscheint jährlich und soll Gebrauchtwagenkäufern Orientierungshilfe bieten.