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Deutschland / Welt Lokführer streiken am Dienstag bundesweit
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Lokführer streiken am Dienstag bundesweit
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19:03 21.02.2011
Auf einem Bahnsteig des Miniatur Wunderlands, der größten Modellbahnanlage der Welt in Hamburg, ist ein Streik der Eisenbahner nachgebaut. Quelle: dpa
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Mit einem Tag Verzögerung beginnt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Dienstag mit ihren Streiks bei der Bahn. Am Dienstagmorgen sollen sowohl die Deutsche Bahn AG als auch ihre sechs größten privaten Konkurrenten für zwei Stunden zwischen 6.00 und 8.00 Uhr bestreikt werden, teilte die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mit. Die Berliner S-Bahn sei ebenfalls betroffen.

Auch in Norddeutschland wird gestreikt. Betroffen sein sollen der Regional- und Fernverkehr, der Güterverkehr und die S-Bahnen. Außerdem gilt der Warnstreik im Norden für die metronom Eisenbahngesellschaft mbH, die Nord-Ostsee-Bahn GmbH sowie die AKN Eisenbahn AG.

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Die GDL will mit den Aktionen einheitliche Tarifbedingungen für die rund 26.000 Lokführern bei nahezu allen Bahnunternehmen in Deutschland durchsetzen.

Der GDL-Vorstand hatte die Streiks am 3. Februar nach Scheitern der Verhandlungen mit der DB AG und den sechs größten Privatbahnen beschlossen. Die Gewerkschaft droht mit Ausweitung, falls es nicht zu einer Einigung kommt. Am Montag als erstem möglichem Streiktag war es nicht zu Behinderungen gekommen. Die Urabstimmung zu größeren Arbeitsniederlegungen soll mit dem ersten Streik am Dienstag eingeleitet und Anfang März ausgezählt werden.

In der vergangenen Woche seien die Verhandlungen über einen Notdienst zwischen Bahn und GDL gescheitert, erklärte die Gewerkschaft weiter. Trotzdem würden zentrale Funktionen und besonders wichtige Züge von den Streiks ausgenommen. Dies gelte auch für die Privatbahnen.

Die DB hat sich nach eigenen Angaben bereits am Wochenende für den Ernstfall gerüstet: Um die Auswirkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten, wollte der Konzern mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter unter anderem in Callcentern einsetzen. Das Unternehmen hatte auch mitgeteilt, jenen Kunden die Fahrkarten zu erstatten, die wegen streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen einen Zug nicht erwischten.

dpa

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Die Lokführer wollen von Wochenbeginn an streiken - unklar ist aber weiterhin, wann und wo die Aktionen gestartet werden. Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer Claus Weselsky kündigte an, dass der erste Arbeitskampf nicht länger als drei Stunden dauern wird - wirksam sollen die Aktionen allemal werden.

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