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Deutschland / Welt Lufthansa-Piloten streiken am Dienstag
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Lufthansa-Piloten streiken am Dienstag
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16:58 15.09.2014
Am Dienstag werden viele Lufthansa-Flugzeuge am Boden bleiben: Die Piloten sind zu einem Streik aufgerufen. Quelle: dpa/Archivbild
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Frankfurt

In der Zeit von 9 bis 17 Uhr sollen keine Langstreckenflüge vom größten deutschen Airport starten, wie die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Montagmorgen mitteilte. Hintergrund des festgefahrenen Tarifkonflikts, bei dem die Piloten zuletzt einige Male die Arbeit niedergelegt hatten, ist die Übergangsversorgung für die Lufthansa-Piloten.

Den Angaben zufolge sollen Piloten an diesem Dienstag Flüge mit den Flugzeugtypen Airbus A380, Boeing B747, Airbus A330 und Airbus A340 bestreiken. Zuletzt waren am vergangenen Mittwoch Tausende Passagiere in München betroffen.

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Pilotenstreiks bei der Lufthansa haben am Flughafen Hannover zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr geführt. Betroffen sind insgesamt 42 Flugverbindungen der Lufthansa sowie ihrer Tochterfirma Germanwings.

Das Management der Airline habe nach wie vor kein kompromissfähiges Angebot vorgelegt. Daher sehe sich Cockpit zu diesen Maßnahmen gezwungen. Die Pilotengewerkschaft erklärte zugleich, dass sie jederzeit einigungsbereit sei, um weitere Streiks abzuwenden.

Warum streiken die Piloten?

Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa will die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) die Übergangsversorgung auf dem heutigen Stand beibehalten. Derzeit gehen die rund 5400 Piloten und Co-Piloten im Schnitt mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand - also sechs Jahre vor dem Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze. Sie bekommen bisher bis zum Renteneintritt eine Übergangsversorgung von bis zu 60 Prozent ihres letzten Bruttogehalts. In der Regel kommen sie auf ein Jahreseinkommen von 124 000 Euro brutto bis zur gesetzlichen Rente. Europas größte Airline strebt auch wegen der hohen Kosten an, dass die Piloten künftig im Durchschnitt erst zwei Jahre später, also mit 61 Jahren, in den Vorruhestand gehen. Ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Flugdienst soll zwar auch künftig möglich sein. Die Kosten sollen jedoch die Mitarbeiter tragen, nicht mehr die Lufthansa. Die Gewerkschaft sieht darin einen Angriff auf die Versorgungssysteme aller Lufthansa-Mitarbeiter.

dpa

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