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Deutschland / Welt Manager wehren sich gegen Gehaltsbegrenzung
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Manager wehren sich gegen Gehaltsbegrenzung
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11:44 22.05.2009
Zwölf Aufsichtsratschefs haben sich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschwert. Quelle: Nigel Treblin/afp
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"Wir warnen nachdrücklich davor, unternehmerische Entscheidungen wie die Gestaltung von Vorstandsverträgen bis ins Detail zu verrechtlichen", zitierte das "Handelsblatt" aus einem Brief der Aufsichtsratschef von zwölf Dax-Konzernen. "Derartige Bestrebungen können der komplexen Unternehmenswirklichkeit nicht gerecht werden."

Die zwölfköpfige Gruppe wird demnach von Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme angeführt. Die Konzern-Kontrolleure verlangen von Merkel einen Verzicht, mindestens aber eine grundsätzliche Revision der Koalitionspläne. Die Vorhaben gingen "weit über eine sinnvolle gesetzliche Rahmensetzung" hinaus.

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Besonderen Unmut erregt bei den Managern demnach die Vorschrift, dass zwischen einem Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat eine zweijährige Karenzzeit liegen soll. Der tiefe Einblick von Vorständen in ihre Unternehmen helfe ihnen später bei der Wahrnehmung der Kontrollaufgaben, argumentieren die Manager.

Eine Arbeitsgruppe der großen Koalition hatte sich Anfang Mai auf die wesentlichen Punkte der Begrenzung von Managergehältern verständigt. Geplant ist unter anderem, dass Führungskräfte künftig mit einem Selbstbehalt von bis zu einem Jahresgehalt für selbst verschuldete Schäden haften. Für kommenden Montag ist eine Sachverständigenanhörung im Bundestag geplant.

afp