Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Marineaufträge sollen Krise bei Blohm+Voss dämpfen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Marineaufträge sollen Krise bei Blohm+Voss dämpfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:53 19.08.2009
ThyssenKrupp hatte vor einigen Tagen angekündigt, sich von Teilen seiner Marinesparte TKMS trennen zu wollen. Quelle: Roland Magunia/ddp (Archiv)
Anzeige

„Ein Prüfauftrag ist sowohl an das Bundesverteidigungsministerium als möglichem Auftraggeber und die Marine ergangen, die ihren Bedarf für die kommenden Jahre darlegen soll“, sagte SPD-Haushalts- und Verteidigungsexperte Johannes Kahrs dem „Weser Kurier“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht.

Wie die Zeitung berichtete, geht es dabei um den möglichen Bau eines vierten Einsatzgruppenversorgers. Alternativ könnten auch einige Korvetten des Typs K 131 nicht wie geplant erst ab 2015, sondern deutlich früher begonnen werden. Ausgeschlossen sei dagegen der von 2014 auf 2010 vorgezogene Bau einer neuen Fregatte. „Das lässt sich in der Kürze der Zeit gar nicht machen“, sagte Kahrs.

Anzeige

ThyssenKrupp hatte vor einigen Tagen angekündigt, sich von Teilen seiner Marinesparte TKMS (ThyssenKrupp Marine Systems) trennen zu wollen. Der Konzern war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008/2009 mit knapp einer Milliarde Euro tief ins Minus gestürzt. Neben Blohm+Voss mit den drei Bereichen Reparatur, Yacht- und Maschinenbau sowie 1700 Mitarbeitern wurde auch der Bau von Containerschiffen bei HDW in Kiel zur Disposition gestellt. Weitere Details sind bislang nicht bekannt.

Die Marinesparte ThyssenKrupp Marine Systems ist Herzstück des militärischen Schiffbaus in Deutschland. Neben Fregatten und Korvetten an den Standorten in Hamburg (Blohm+Voss) und Emden (Nordseewerke) werden in Kiel (HDW) weltweit begehrte U-Boote mit Brennstoffzellen-Technik gebaut. „Dieses Know-how müssen wir unbedingt erhalten“, sagte Kahrs der Zeitung.

ddp