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Deutschland / Welt Medien: GM favorisiert Magna für Opel-Beteiligung
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Medien: GM favorisiert Magna für Opel-Beteiligung
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12:48 21.05.2009
GM-Chef Fritz Henderson Quelle: Steve Fecht/afp
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In einem geheimen Ranking habe GM ermittelt, welchem Interessenten der US-Konzern am liebsten eine Beteiligung an seiner europäischen Tochter Opel einräumen will, berichtete „Spiegel Online“ am Donnerstag. Hinter Magna belege darin der US-Finanzinvestor Ripplewood Platz zwei, erst an dritter Stelle folgt der italienische Autokonzern Fiat.

Die Entscheidung, wer die europäischen Aktivitäten von GM mit den Marken Opel und Vauxhall übernehme, müsse die Muttergesellschaft GM in Detroit fällen, hieß es weiter in dem Bericht. Konzernchef Fritz Henderson habe sich intensiv mit den Interessenten befasst. Er müsse berücksichtigen, welche Folgen die Mehrheitsübernahme eines Investors bei GM Europe auf das Geschäft von General Motors habe. Denn GM wolle weiterhin an dem Unternehmen beteiligt bleiben und technisch mit ihm zusammenarbeiten. Für Magna spreche, dass der Autozulieferer im Ruf stehe, selbst über Spitzentechnologie zu verfügen. So habe er große Teile der Entwicklungsarbeit für den BMW-Geländewagen X 3 geleistet. Zudem könne Magna Opel-Werke auch dadurch auslasten, dass darin Modelle anderer Hersteller gefertigt würden.

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Den letzten Platz für Fiat erklären sich Konzern-Insider laut „Spiegel“ unter anderem mit dem Einstieg der Italiener beim GM-Konkurrenten Chrysler. Der italienische Autokonzern könne womöglich mit dem Know-how, auf das er bei General Motors in Europa Zugriff habe, ausgerechnet Chrysler stärken. Auch sei bei GM die Verärgerung darüber offenbar noch groß, dass der US-Konzern für die Trennung von Fiat vor einigen Jahren den Italienern eine Ausgleichszahlung von 1,5 Milliarden Dollar zahlen musste.

Das interne Ranking von GM stellt noch keine Entscheidung dar, berichtete „Spiegel online“ weiter. Der US-Konzern werde auch berücksichtigen, zu welcher Einschätzung die Bundesregierung komme. Die Konzepte der drei Interessenten werden seit Mittwoch in Berlin geprüft. Letztlich könne GM die Mehrheit an Opel nur an einen Investor abgeben, der auch Milliardenbürgschaften der Bundesregierung und der beteiligten Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Thüringen erhalte.

afp