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Deutschland / Welt Alle dm-Verkäuferinnen erhalten Smartphones
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Alle dm-Verkäuferinnen erhalten Smartphones
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15:46 19.10.2017
Mitarbeiterin einer dm-Filiale in Barsinghausen.
Mitarbeiterin einer dm-Filiale in Barsinghausen. Quelle: Oertel
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Karlsruhe/Hannover

Deutschlands größte Drogeriekette dm will auch bei der Digitalisierung die Nase vorn haben. Bis Ende des Jahres sollen alle Mitarbeiter im Verkauf und in der Beratung ein Smartphone bekommen, teilte die Unternehmensführung am Donnerstag in Karlsruhe mit. 

Die Investition in 25.000 Geräte soll den Service für die Kunden verbessern. Fragen zum Sortiment, zu Inhaltsstoffen oder zum Service könnten so in den Filialen sofort beantwortet werden. "Digitalisierung ist mehr als nur Online-Shop", sagte dm-Chef Erich Harsch.

Wie Hauptkonkurrent Rossmann wächst dm nicht mehr ganz so schnell wie in früheren Jahren: Im nun abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 stieg der Umsatz um 5,7 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, in Deutschland um 4,8 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Rossmann machte 2016 konzernweit 8,4 Milliarden Euro Umsatz, in Deutschland 6,1 Milliarden.

Verdopplung der Investitionen

dm investierte im vergangenen Geschäftsjahr allein in Deutschland 175 Millionen Euro, unter anderem in 67 neue Märkte, in Renovierungen und die Digitalisierung. Im kommenden Jahr werde man ungefähr doppelt so viel investieren, kündigte Harsch an.

Allein von Oktober bis Dezember will dm 31 neue Märkte eröffnen – davon allerdings keinen in Niedersachsen, der Heimat von Rossmann. Vereinzelt würden ausstehende Genehmigungen und Bauarbeiten Eröffnungen verzögern, sagte der dm-Verantwortliche für die Region Hannover, Kenneth Kitchen-Roscher. Weitere Filialen seien aber geplant.

dm und Rossmann stehen in einen harten Wettbewerb. 2016 wurde bekannt, dass dm-Mitarbeiter Sonderangebote in Rossmann-Filialen aufkaufen. dm informiere weiterhin seine Filialen über solche Beschaffungsmöglichkeiten, sagte Kitchen-Roscher. In der Praxis habe der Einkauf bei der Konkurrenz aber "sukzessive abgenommen" und komme "nur noch vereinzelt" vor. Auch um attraktive Standorte für Filialen konkurrieren die beiden Ketten.

Von Susanne Kupke und Christian Wölbert