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Deutschland / Welt Neue Verhandlungen über Opel bereits am Dienstag in Berlin
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Neue Verhandlungen über Opel bereits am Dienstag in Berlin
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14:39 25.08.2009
Vertreter des US-Konzerns GM sollen am Nachmittag mit Vertretern der Bundesregierung zusammentreffen.
Vertreter des US-Konzerns GM sollen am Nachmittag mit Vertretern der Bundesregierung zusammentreffen. Quelle: Clemens Bilan/ddp (Archiv)
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Zuvor hatten mehrere Zeitungen berichtet, dass GM nun auch erwägt, Opel nicht zu verkaufen. Unterdessen wächst bei den rund 25 000 deutschen Opel-Beschäftigten der Unmut über die Hängepartie. Einen Verbleib bei GM lehnen Arbeitnehmervertreter ab.

Offenbar sollte sich GM-Chefunterhändler John Smith am Dienstagnachmittag in Berlin mit Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann treffen. Homann ist Leiter der sogenannten Opel-Task-Force, in der der Bund und die Länder mit Opel Standorten - also Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Thüringen - vertreten sind.

Wie das „Wall Street Journal“ sowie die Onlineausgabe der „Financial Times Deutschland“ am Dienstag übereinstimmend berichteten, arbeitet das GM-Management in Detroit indes auf Drängen des Verwaltungsrates an einem Finanzierungsplan im Umfang von 4,3 Milliarden Dollar (3,0 Milliarden Euro), um Opel selbst umstrukturieren zu können.

„Deutschland hat Interesse an Magna bekundet, aber es gibt möglicherweise andere Finanzierungsquellen“, zitiert das deutsche Portal informierte Kreise mit Blick auf den von Deutschland favorisierten Opel-Bieter, den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna. Der neue Plan sehe vor, dass GM für Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall Hilfen aus den USA und den europäischen Staaten mit Opel-Standorten erhält.

Bei den Beschäftigten stießen die Berichte auf „Wut und Empörung“, wie IG-Metall-Bezirksleiter und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild im ZDF-„Morgenmagazin“ sagte. „Wenn über die Zukunft von Opel weiterhin in Detroit entschieden wird, werden sehr viele Arbeitsplätze in Deutschland und Europa unter die Räder kommen“, sagte er weiter. „Unter dieser Mutter hat die Tochter keine Zukunft“, betonte er.

Ähnlich äußerten sich Vertreter des Betriebsrates. „Wir können nicht akzeptieren, dass Monopoly mit unserer Zukunft gespielt wird. Unsere Geduld ist zu Ende“, heißt es in einer Erklärung des Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel und des Bezirksleiters der IG Metall in Nordrhein-Westfalen, Oliver Burkhard. Die Situation für die Beschäftigten werde immer unerträglicher.

„In den nächsten Tagen werden wir entscheiden, ob wir in Europa mit wohlüberlegten und ’kreativen’ Maßnahmen den Druck erhöhen müssen“, heißt es weiter in der Erklärung. Bereits am Montag war bekanntgeworden, dass die Opelaner die sofortige Auszahlung des tariflich vereinbarten Urlaubsgeldes fordern.

Einen Verbleib von Opel bei GM lehnt auch Einenkel ab. „Wenn diese Planspiele jetzt wieder zum Tragen kommen sollten, wäre dies „eine deftige und brutale Entscheidung“, sagte er im rbb-Inforadio. Sie hätte Massenentlassungen und Betriebsschließungen zur Folge. „Unter anderem das Werk in Antwerpen, das Bochumer Werk, das Werk Eisenach sollte verkauft oder geschlossen werden“, erinnerte er an frühere GM-Pläne. Europaweit stünden demnach 15 000 Arbeitsplätze auf der Streichliste.

ddp

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