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Deutschland / Welt Nord/LB sieht deutsche Wirtschaft 2018 unter Volldampf
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Nord/LB sieht deutsche Wirtschaft 2018 unter Volldampf
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17:19 10.01.2018
Das Gebäude der Norddeutschen Landesbank. Quelle: Peter Steffen
Hannover

  Die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) ist sehr zuversichtlich für die Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2018. Die Volkswirte der Bank erwarten für Deutschland ein starkes Wachstum von 2,6 Prozent. Auch in Europa und der  Weltwirtschaft insgesamt werde sich der Aufschwung noch beschleunigen. Deutschland habe allerdings zunehmend mit der Problem der Arbeitskräfteknappheit zu kämpfen. Ohne Zuwanderung drohten Einbußen. 

Bankchef Thomas Bürkle sprach am Mittwoch von einer langen und nachhaltigen Hochkonjunktur, wie es sie seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 nicht gegeben habe. Die Analysten der Bank hätten die positive Entwicklung mit ihrer Prognose für das zurückliegende Jahr unterschätzt. Statt des erwarteten Plus von 1,5 Prozent legte die deutsche Wirtschaft um voraussichtlich 2,3 Prozent zu. Euroland insgesamt schnitt mit 2,5 Prozent statt der erwarteten 1,6 Prozent sogar noch besser ab. Bürkle verwies auf die Unsicherheiten, die vor einem Jahr eine Prognose noch erschwert hätten. Vor allem die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hatte seinerzeit Sorgen bereitet, diese hätten sich jedoch nicht erfüllt. 

Die Nord/LB-Ökonomen sind auch für Niedersachsen optimistisch gestimmt. Die Wirtschaft des Landes habe „den Turbo gezündet“, sagte Eberhard Brezski. „Wir erwarten ein schönes, gutes, erfolgreiches Jahr.“ Das von der Industrie getriebene Wachstum dürfte wie im Bund 2,6 Prozent erreichen. 

Die Geldentwertung dürfte 2018 trotz des kräftigen Wirtschaftsbooms in Deutschland mit 1,6 Prozent in etwa auf dem Niveau des Jahres 2017 (1,7 Prozent) verharren. Allerdings hält Chefvolkswirt Torsten Windels auch „Inflationsüberraschungen“ in Form höherer Raten für denkbar. Zugleich dürften die ZInsen sehr niedrig bleiben, so dass Anleihen inflationsbereinigt eine negative Rendite abwerfen. Vor Mitte 2019 werde die EZB an ihrem Leitzins von 0 Prozent und dem Negativzins für Einlagen nichts ändern. 

Nach Ansicht von Windels wird die Knappheit an Arbeitskräfte zur wichtigsten Wachstumsbremse. „Wir brauchen dringend organisierte, qualifizierte Zuwanderung“, sagte Windels.

Von Albrecht Scheuermann

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