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Deutschland / Welt Nur geringe Behinderungen durch Warnstreiks
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Nur geringe Behinderungen durch Warnstreiks
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11:39 21.03.2011
Warnstreiks der Busfahrer haben in Lübeck, Kiel und Flensburg nur für leichte Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr gesorgt.
Warnstreiks der Busfahrer haben in Lübeck, Kiel und Flensburg nur für leichte Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr gesorgt. Quelle: dpa
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Zu Betriebsbeginn blieben die Busse in den Depots, in Lübeck fiel auch der Fährverkehr zwischen Travemünde und der Halbinsel Priwall aus. Betroffen war auch die Schülerbeförderung. Dennoch äußerten die Fahrgäste nach Angaben der bestreikten Verkehrsbetriebe überwiegend Verständnis für die Aktionen.

Zu den Warnstreiks hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Landesweit beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 400 Fahrer, Fährführer und Werkstattmitarbeiter an den Arbeitsniederlegungen. „In Lübeck fuhren zwischen drei Uhr und sieben Uhr keine Busse und auch keine Fähren“, bestätigte die Pressesprecherin des Stadtverkehrs Lübeck, Gerlinde Zielke. „Die Bürger hatten sich offenbar auf die Ausfälle eingestellt, wir hatten so gut wie keine Beschwerden. Ab acht Uhr lief der Verkehr wieder planmäßig“, sagte Zielke.

In Kiel fielen zwischen 3.45 Uhr und 7.45 Uhr nach Angaben von Verdi 140 Busse der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) aus. Auch hier gab es kaum Kundenbeschwerden. „Viele haben zum Frühlingsanfang einfach ihr Fahrrad aus dem Keller geholt. Und wer vom Ostufer ans Westufer der Förde musste, konnte auch die Fährschiffe nutzen“, sagte KVG-Sprecherin Andrea Kobarg. In Flensburg waren sechs Linien der Aktiv Bus GmbH betroffen. Hier hätten sich 26 Fahrer an dem Warnstreik beteiligt, sagte Claudia Zaetschky von Verdi.

Hintergrund der Aktionen sind die festgefahrenen Lohntarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr. Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne um 200 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben eine Erhöhung um 2,5 Prozent für 18 Monate angeboten. „Durch die Neuausrichtung der Verkehrsbetriebe haben die Mitarbeiten in den zurückliegenden Jahren erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen müssen“, sagte Gewerkschaftssekretär Gerhard Mette.

Die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern soll am Donnerstag stattfinden.

dpa