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Deutschland / Welt Opel-Mitarbeiter demonstrieren gegen Kehrtwende von GM
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Opel-Mitarbeiter demonstrieren gegen Kehrtwende von GM
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17:58 05.11.2009
Industriemechaniker Thomas Schumacher trägt in Rüsselsheim einen Sarg mit den Logos von Opel und General Motors zur Adam-Opel-Skulptur. Quelle: ddp
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Am Standort Rüsselsheim rechnet die IG Metall mit bis zu 10.000 Teilnehmern, sagte ein Gewerkschaftsvertreter zu Beginn der Kundgebung um 11.00 Uhr. Auch an den anderen drei Opel-Standorten Bochum, Eisenach und Kaiserslautern wollten tausende Beschäftigte auf die Straße gehen.

Ab Freitag soll es europaweit Kundgebungen geben. Der GM-Verwaltungsrat hatte am Dienstagabend nach monatelangem Verhandlungspoker überraschend entschieden, Opel doch nicht an den Autozulieferer Magna zu verkaufen. GM-Vize-Chef Smith sagte am Mittwochabend, bei Opel sollten etwa 10.000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

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Koch: Staat wird weiter für Opel kämpfen

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat angekündigt, nach dem Rückzieher von General Motors (GM) beim Opel-Verkauf weiter für den deutschen Autobauer kämpfen zu wollen. „Wir als Staat werden uns nicht mit verschränkten Armen daneben stellen“, sagte Koch am Donnerstag auf einer Demonstration von Opel-Beschäftigten vor dem Stammwerk in Rüsselsheim. Er kündigte an, „gemeinsam mit der Bundesregierung“ mit GM verhandeln zu wollen. „Wir bauen gute Autos in Deutschland, und wir wollen das auch in Zukunft tun.“

Tausende Opel-Beschäftigte demonstrieren in Rüsselsheim, Eisenach und Bochum gegen die Ankündigung von des Mutterkonzerns General Motors (GM), den deutschen Autobauer nicht verkaufen zu wollen.

„Ich habe mich so intensiv mit diesem Unternehmen beschäftigt, dass ich an seine Zukunft glaube“, rief Koch den Beschäftigten zu. „Ihr seid bei Opel einfach gut in den letzten Jahren.“ Der hessische Ministerpräsident warnte GM, „die deutschen Arbeitnehmer als Geiseln zu nehmen“. Der US-Konzern schließt eine Insolvenz bei Opel nicht aus.

afp