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Deutschland / Welt Opel braucht offenbar höhere Finanzhilfen als bisher bekannt
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Opel braucht offenbar höhere Finanzhilfen als bisher bekannt
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Der angeschlagene Autobauer Opel braucht offenbar deutlich mehr Geld zum Überleben als bislang angenommen. Quelle: Philipp Guelland/ddp
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Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Zahlen der Bundesregierung. Bislang war demnach nur von Kreditbürgschaften in Höhe von 1,8 Milliarden Euro die Rede. Der neue CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt verlangte indes von deutschen Autobauern ein Konzept für die Rettung von Opel.

Der Opel-Mutterkonzern GM erklärte angesichts des Berichts, in den vergangenen Monaten habe sich für das Tochterunternehmen die "so wichtige Absatzsituation auf großen europäischen Märkten dramatisch verändert". Es sei deshalb "die klare Verantwortung" der Geschäftsführung von Opel "hier ein realistisches Bild zu zeichnen und bei der Bitte um Staatsbürgschaften die Veränderungen auf den europäischen Märkten zu berücksichtigen", erklärte die Europatochter des schwer angeschlagenen US-Konzerns.

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"Unsere heimischen Autokonzerne sollten sich zusammentun und rasch ein gemeinsames Konzept für eine Kooperation oder sogar eine Übernahme von Opel vorlegen", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung. Zugleich hob er hervor, die Bundesregierung solle den Konzern nur dann unterstützen, wenn klare Vorbedingungen erfüllt sind.

Deutschland müsse der Opel-Mutter General Motors "klarmachen, dass es Finanzhilfen vom Bund nur gibt, wenn im Gegenzug Opel aus dem GM-Konzern herausgelöst wird", sagte Dobrindt. Der Industrieexperte Rudolf Hickel, Direktor des Instituts für Arbeit und Wirtschaft (IAW) an der Universität Bremen, forderte, die Opel-Mitarbeiter sollten sich an der Rettung ihres Unternehmens beteiligen. "GM sollte Opel-Anteile an Bund und Länder abgeben, die Mitarbeiteraktien an die Belegschaft weiterreichen könnten", sagte er der "Bild". "Dann wären die Beschäftigten in die Rettung einbezogen. Das schafft Zusammenhalt und zusätzliche Motivation."

Die Zeitung berichtet, die Möglichkeit einer Mitarbeiterbeteiligung im Rahmen der Vorbereitung eines Sanierungskonzepts werde bereits im Konzern beraten.

afp

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