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Deutschland / Welt Opel dämmt Verluste ein
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Opel dämmt Verluste ein
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17:36 02.05.2013
Die Einsparungen bei Opel schlagen an: Gemeinsam mit der Schwestermarke Vauxhall gewann die Automarke Marktanteile hinzu.
Die Einsparungen bei Opel schlagen an: Gemeinsam mit der Schwestermarke Vauxhall gewann die Automarke Marktanteile hinzu. Quelle: dpa
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Detroit/Rüsselsheim

Bei Opel schlägt der Umbau langsam an. Im ersten Quartal verlor der Mutterkonzern General Motors in Europa weniger Geld als noch vor einem Jahr. „Wir haben Fortschritte verzeichnet in Europa dank strikten Kostenmaßnahmen und großartigen Autos wie dem Opel Adam und Mokka“, erklärte Konzernchef Dan Akerson am Donnerstag am Sitz in Detroit.

Operativ lag das Minus in Europa bei 175 Millionen Dollar (134 Mio Euro) nach zuvor 294 Millionen Dollar. General Motors hatte unter anderem die Belegschaft reduziert. Ende März arbeiteten in Europa noch rund 36.000 Menschen für das Unternehmen und damit 1000 weniger als drei Monate zuvor. Binnen eines Jahres schrumpfte die Mitarbeiterzahl um 3000.

Die Einsparungen waren auch bitter nötig, denn die Zahl der verkauften Fahrzeuge ging weit zurück: Opel und seine britische Schwestermarke Vauxhall wurden zusammen 249.000 Wagen los. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 266.000. Zuletzt schrumpften die Verkäufe aber langsamer als der Gesamtmarkt. Opel und Vauxhall gewannen somit Marktanteile hinzu und hielten zuletzt nach Firmenangaben 8,3 Prozent.

„Wir haben unsere Verluste um 40 Prozent reduziert. Das zeigt, dass unser Plan aufgeht, zurück in die Gewinnzone zu kommen“, sagte ein Opel-Sprecher. Im vergangenen Jahr hatte GM in Europa operativ insgesamt 1,8 Milliarden Dollar verloren. Das Ziel von GM ist es, ab Mitte des Jahrzehnts wieder Geld in Europa zu verdienen.

Dazu hat der Konzern seinen Töchtern einen harten Sparkurs verordnet: So wird das Opel-Werk in Bochum Ende 2014 komplett dicht gemacht. 3700 Mitarbeiter sind betroffen. Umgekehrt hat das US-Management milliardenschwere Investitionen in Motoren, Modelle und das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim zugesagt. Auch eine Kooperation mit dem französischen Autobauer PSA Peugeot-Citroën soll helfen, aus der Verlustzone zu kommen.

General Motors steht mit seinen Problemen nicht alleine da: Der US-Erzrivale Ford sowie das italienisch-amerikanische Gespann Fiat-Chrysler musSten zuletzt ebenfalls hohe Verluste in Europa verkraften. Ford schließt deshalb gleich drei Werke in Großbritannien und Belgien, was 6200 Jobs kostet. Auch Ford will dadurch zur Mitte des Jahrzehnts wieder Geld in Europa verdienen.

Glück im Unglück für die US-Autokonzerne ist, dass ihr Heimatmarkt floriert. Dadurch konnte GM konzernweit zu Jahresbeginn einen Gewinn von unterm Strich 865 Millionen Dollar ausweisen, wenngleich dies 14 Prozent weniger waren als im Vorjahr. Der Umsatz schrumpfte um 2 Prozent auf 36,9 Milliarden Dollar.

dpa

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