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Deutschland / Welt Ostsee-Pipeline geht in Betrieb
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Ostsee-Pipeline geht in Betrieb
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14:10 08.11.2011
Das Pipeline-Verlegeschiff "Castoro 10" verlegt am 05.07.2010 im Greifswalder Bodden vor Lubmin Rohre für die Ostsee-Erdgaspipeline Nord Stream. Quelle: dpa (Archivfoto)
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Lubmin

Die Ostsee-Pipeline zwischen Deutschland und Russland wird am Dienstag in Lubmin bei Greifswald in Betrieb genommen. In einem symbolischen Akt werden der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam den Gashahn für den ersten Strang der Pipeline aufdrehen. Zu der Zeremonie erwartet werden auch der französische Premierminister François Fillon, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sowie EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

Die rund 7,4 Milliarden Euro teure Pipeline des russisch-europäischen Konsortiums Nord Stream verbindet Deutschland und Westeuropa direkt und unter Umgehung von Transitländern mit einem der größten Erdgasfelder der Welt. Das Gas stammt aus dem Feld Juschno-Russkoje auf der westsibirischen Halbinsel Jamal im Norden Russlands – einer Region mit geschätzten Gasreserven von mehr als einer Billion Kubikmeter.

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Mit einer Länge von 1224 Kilometern ist die Ostsee-Pipeline nach Angaben des Firmenkonsortiums Nord Stream die längste Unterwasser-Pipeline der Welt - knapp 60 Kilometer länger als die Langeled-Pipeline (1166 Kilometer), die Großbritannien mit den Erdgasfeldern Norwegens verbindet. Gaslieferant ist der russische Energiekonzern Gazprom, der 51 Prozent der Gesellschafteranteile an der Nord Stream AG hält. Mit Fertigstellung des zweiten Pipelinestranges im Herbst 2012 hat die Pipeline eine Transportkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Damit können rechnerisch 26 Millionen Haushalte versorgt werden.

dpa