Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Porsche und VW – keine Alternative zur Fusion
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Porsche und VW – keine Alternative zur Fusion
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:32 07.05.2009
Porsche will Fusion statt Übernahme. Quelle: David Hecker/ddp
Anzeige

Im ZDF-„Morgenmagazin“ sagte er am Donnerstag zu der Entscheidung der Unternehmerfamilien, man werde sich nun „gemeinsam auf den Weg machen, eine neue Konzeption aufzulegen“. Gleichzeitig sehe er es mit Wohlwollen, dass es für die Fusion bisher „offensichtlich ja nur einen Rahmen“ gebe. Es sei „sehr zu begrüßen, dass dies als Kompromiss weiter ausgearbeitet werden soll, indem die Arbeitnehmer von VW daran beteiligt werden, die Arbeitnehmer von Porsche, das Land Niedersachsen und selbstverständlich die Eigentümerfamilien“.

Die Pläne des Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking betrachtet Baur nicht als gescheitert, da „ein neuer, schlagkräftiger Industriekonzern“ entstehe, „der auf den Weltmärkten enorm gute Chancen haben wird aufgrund seiner hervorragenden Modellpalette, seiner finanziellen Stärke und seiner technologischen Kraft“.

Anzeige

Weiter sagte Baur: „Ich denke, Herr Wiedeking wird seine Aufgabe, diesen Konzern zu schmieden, weiter verfolgen und ich denke, man wird ihn das auch tun lassen.“ Letztlich entscheide jedoch der neue Aufsichtsrat darüber, „wie dieser zukünftige Konzern und auch von wem er geführt wird“.

Der Volkswagen-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh hatte sich am Mittwochabend nach der Bekanntgabe der Entscheidung der Eigententümerfamilien Porsche und Piech gesprächsbereit gezeigt. „Ob die Gespräche allerdings überhaupt zu einem Ergebnis führen, ist aus unserer heutigen Sicht völlig offen“, erklärte er. Für die 360.000 Volkswagen-Beschäftigten sei entscheidend, dass ihre Rechte - wie die deutsche Mitbestimmung oder das VW-Gesetz - gewahrt blieben.

ddp