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Deutschland / Welt Ratingagentur stellt Italiens Bonität infrage
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Ratingagentur stellt Italiens Bonität infrage
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14:41 21.05.2011
Griechenland Schuldenkrise
Nach Griechenland und anderen Krisenländern ist jetzt auch Italiens Bonität infrage gestellt worden. Quelle: dpa
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„Im Ergebnis glauben wir, dass Italiens Aussichten auf eine Reduzierung seiner Schulden sich vermindert haben“, sagte S&P-Expertin Eileen Zhang. Die Bonität Italien werde allerdings weiterhin mit der Note „A+“ bewertet.

Im April hatte die US-Ratingagentur S&P ihren langfristigen Ausblick für Japan gesenkt und damit eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes in Aussicht gestellt. Berechnungen von S&P zufolge kommen auf Japan nach dem verheerenden Erdbeben, dem Tsunami und der Atomkatastrophe gewaltige Wiederaufbaukosten von bis zu 50 Billionen Yen (über 400 Milliarden Euro) zu. Zuvor hatte S&P mit einem Warnschuss zur Kreditwürdigkeit der USA Schockwellen an den Märkten ausgelöst.

Ein schlechteres Rating kann zu erheblich höheren Zinsen für italienische Staatsanleihen führen. Laut S&P liegt die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung in den kommenden zwei Jahren bei eins zu drei. Die Ratingagentur teilte mit, aus ihrer Sicht werde das Wirtschaftswachstum in dem Land schwächer ausfallen als die angenommenen durchschnittlichen 1,3 Prozent in den Jahren 2011 bis 2014.

Im vergangenen Jahr stieg die Wirtschaftsleistung Italiens um 1,3 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen Ökonomen mit 1,1 Prozent. Gegen die hohe Staatsverschuldung, die im Oktober 2010 auf 1867,4 Milliarden Euro gestiegen war, verabschiedete die Regierung Ende 2010 ein 24-Milliarden-Euro-Sparpaket.

dpa

Dirk Schmaler 21.05.2011
Lars Ruzic 21.05.2011