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Deutschland / Welt Razzia auf der CeBIT
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Razzia auf der CeBIT
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00:15 15.03.2014
Von Tobias Morchner
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Die Aussteller auf der CeBIT haben am Dienstag nicht nur Besuch vom Fachpublikum sondern auch von den Ermittlungsbehörden erhalten. Neun Stunden lang durchsuchten Vertreter der Staatsanwaltschaft, des Amtsgerichts Hannover und der Polizei Messestände auf dem Gelände in Mittelfeld. Die Fahnder hatten Hinweise darauf bekommen, dass einige der Aussteller gegen Patentrechte verstoßen haben könnten. Insgesamt waren 30 Ermittler, Richter, Dolmetscher und Sachverständige im Einsatz.

14 Stände nahmen die Ermittler genau unter die Lupe. In acht Fällen wurden sie fündig. Sie stellten fest, dass die Aussteller auf Tablet-Computern ein Programm des Herstellers Sisvel installiert hatten, ohne dafür die Genehmigung des Rechteinhabers zu besitzen. Die Beamten beschlagnahmten zahlreiche Beweismittel, darunter einige Computer. Die Ermittler wollen nun prüfen, ob die Vergehen auch den Straftatbestand des Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz erfüllen. Zudem ordnete ein Richter noch vor Ort an, dass sie verdächtigen Unternehmen Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 30.000 Euro zahlen mussten.

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„Viele Aussteller kommen aus dem Ausland, da besteht die Gefahr, dass sie sich einer späteren Strafverfolgung entziehen“, sagt Jens Buck, der Sprecher des Amtsgerichts. In drei weiteren Fällen gingen die Ermittler allerdings leer aus. Als sie zu den Ständen der verdächtigen Unternehmen kamen, mussten sie feststellen, dass die Aussteller die CeBIT bereits verlassen und alle Ausstellungsstücke mitgenommen hatten. Sie hatten offenbar von der groß angelegten Razzia Wind bekommen und waren geflüchtet.

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