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Deutschland / Welt Kunden müssen mit höherem Briefporto rechnen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Kunden müssen mit höherem Briefporto rechnen
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16:55 13.03.2015
Wird wohl teurer: Die Bundesregierung will das Berechnungsverfahren ändern, das Briefporto dürfte dann erhöht werden.
Wird wohl teurer: Die Bundesregierung will das Berechnungsverfahren ändern, das Briefporto dürfte dann erhöht werden. Quelle: dpa/Archiv
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Berlin/Bonn

Das sei Ziel eines Referentenentwurfs im Bundeswirtschaftsministerium, bestätigte ein Post-Sprecher einen entsprechenden Bericht des "Spiegel". Der Sprecher nannte dies einen "sinnvollen Vorschlag" angesichts des schärferen Wettbewerbs am Markt und der rückläufigen Briefvolumina.

Laut "Spiegel" begründet das Ministerium die Änderung der Berechnung mit der steigenden Konkurrenz durch "elektronische Produkte" wie E-Mails. Das Ministerium gehe von "moderaten Preiserhöhungen" für "größere Kundengruppen" aus.

Bei den Konkurrenten der Deutschen Post sorgt das Vorhaben für Empörung: Der Verband der Post-Konkurrenten BdKep kritisierte die Pläne dagegen scharf. Portoerhöhungen seien dann wahrscheinlich. Das stärke die Post finanziell und bedeute "Gift für den Wettbewerb", betonte ein Sprecher. Das Porto für den Standardbrief liegt aktuell bei 62 Cent. Es war Anfang 2013 und 2014 um jeweils zwei Cent angehoben worden.

afp/dpa

Das kostet es bei der Konkurrenz

Billiger ist das Porto für einen Standardbrief zumeist bei privaten Konkurrenten der Deutschen Post wie Pin Mail oder dem Briefdienst-Zusammenschluss Mail Alliance, zu der auch die Citipost der Mediengruppe Madsack gehört – bei der Citipost sind es 55 Cent.

Viele Anbieter treten aber zum Teil nur in bestimmten Regionen an oder konzentrieren sich auf die lukrativeren Geschäftskunden. Die Bundesnetzagentur beziffert den Marktanteil der Deutschen Post im Briefbereich daher insgesamt auf runde 90 Prozent.