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Deutschland / Welt Reisebranche wettert gegen Koalitionsvertrag
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Reisebranche wettert gegen Koalitionsvertrag
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16:02 02.12.2013
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, Michael Frenzel, kritisiert den Verbleib der Luftverkehrssteuer im Koalitionsvertrag. Quelle: dpa (Archiv)
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Berlin

Die Koalitionsvereinbarung von Union und SPD sorgt in der deutschen Reisebranche für Unmut. Dem Tourismus seien in dem 185-Seiten-Werk nur 14 Zeilen gewidmet, bemerkte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, Michael Frenzel, am Montag bei einem Branchentreffen in Berlin. Führende Unternehmensvertreter kritisierten vor allem, dass die Luftverkehrssteuer nun wohl doch bleibt. „Wir werden weiter dafür eintreten, dass diese unsinnige Steuer abgeschafft wird“, kündigte Frenzel an.

„Insgesamt können wir mit dem Koalitionsvertrag nicht zufrieden sein“, kritisierte Ralf Teckentrup, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften. Die Fachpolitiker der Parteien seien sich einig gewesen, die Steuer abzuschaffen. Die Parteichefs hätten sich schließlich aber dagegen entschieden, sagte Teckentrup. Man könne das auch als Affront bezeichnen.

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Fluggesellschaften müssen seit 2011 die Steuer für Flüge bezahlen, die von deutschen Flughäfen starten. Der Aufschlag wird nach Entfernung gestaffelt erhoben und liegt aktuell zwischen 7,50 und 42,18 Euro pro Ticket.

Kritik gab es auch daran, dass der Lärmschutz im Koalitionsvertrag breiten Raum einnimmt. Luftdrehkreuze wie München und Frankfurt seien nationale Aufgaben, würden aber von lokalen Angelegenheiten behindert, sagte Teckentrup. Der Chef des Köln-Bonner Flughafens, Michael Garvens, sagte, Deutschland sei „eine immer ältere Wohlfühlgesellschaft“, in der jeder gerne fliege, aber auf die Barrikaden gehe, wenn er betroffen sei.

Aus Sicht von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kann der Tourismus helfen, dass Europa sich wirtschaftlich weiter erholt. Ein Weg, Krisenländern wie etwa Griechenland und Portugal zu helfen, sei, dort Urlaub zu machen. „Deutschland wird keine Insel der Glückseligkeit bleiben, wenn es von Krise umgeben ist“, mahnte Barroso.

dpa

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