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Deutschland / Welt Rüttgers erwartet keine weiteren Werksschließungen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Rüttgers erwartet keine weiteren Werksschließungen
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11:31 17.06.2010
Der geschäftsführende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) Quelle: dpa
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Nach dem Verzicht des US-Autokonzerns General Motors (GM) auf europäische Staatshilfen für die Sanierung von Opel erwartet Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) keine zusätzlichen Werksschließungen. Er gehe weiterhin davon aus, dass die Aussage gelte, wonach kein Werk geschlossen werde, sagte Rüttgers am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Ebenso wie die Opel-Belegschaft erwarte er zudem, dass die gemachten Investitionszusagen eingehalten würden. Ansonsten würden sich die Opel-Arbeiter wieder wehren, fügte der CDU-Politiker hinzu.

General Motors hatte am Mittwoch unerwartet mitgeteilt, dass der Konzern seine angeschlagene deutsche Tochter nun doch ohne staatliche Bürgschaften sanieren will und zog alle Anträge auf Staatshilfe in Europa zurück. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte einen Antrag auf Bürgschaften des Bundes vergangene Woche jedoch abgelehnt. Rüttgers und die anderen drei Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Opel-Werken hatten daraufhin Opel angeboten, Bürgschaften im Alleingang zu vergeben.

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Rüttgers kritisierte das Verhalten der Opel-Mutter GM heftig. Die am Mittwoch mitgeteilte Entscheidung des Unternehmens sei zwar im „Ergebnis OK“, das Verfahren sei jedoch „unsäglich“. „Man wusste nie Bescheid, was die da in Detroit wollten“, fügte er mit Blick auf den Firmensitz von GM hinzu. Den neuen Opel-Chef Nick Reilly nahm Rüttgers „ausdrücklich“ von der Kritik aus, „auf dessen Wort war bisher Verlass“.

Opel hatte die Regierungen von Deutschland, Großbritannien, Spanien, Österreich, Polen und Belgien um Bürgschaften für Kredite in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden Euro gebeten. 1,1 Milliarden Euro davon sollten aus Deutschland kommen, und zwar vom Bund und von den vier Ländern mit Opel-Werk.

afp