Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Schaeffler will sich langsam dem Kapitalmarkt öffnen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Schaeffler will sich langsam dem Kapitalmarkt öffnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:45 18.01.2010
Der Autozulieferer Schaeffler will sich langsam dem Kapitalmarkt öffnen. Quelle: ap
Anzeige

Das sagte ein Firmensprecher am Montag. Das nach der Conti-Übernahme hoch verschuldete Unternehmen wolle sich schrittweise dem Kapitalmarkt öffnen. Ziel sei die Gründung einer Kapitalgesellschaft. Einzelheiten wollte der Sprecher aber nicht nennen.

In der Schaeffler Technologies sind im wesentlichen die frühere FAG und der Unternehmensteil INA zusammengefasst, wie der Firmensprecher sagte. Dem Unternehmen gehören rund 20.000 der etwa 62.000 Beschäftigten der Schaeffler-Gruppe an. Nach den Worten von Schaeffler-Finanzvorstand Klaus Rosenfeld ist eine rasche Entschuldung des Gesamtunternehmens vorrangiges Ziel.

Anzeige

Für die Beschäftigten werde es keine Nachteile geben. „Alle Rechte und Verpflichtungen der alten Gesellschaft gehen auf die Schaeffler Technologies über - auch die Tarifverträge und andere Vereinbarungen mit den Gewerkschaften“, unterstrich der Sprecher. Auch für die Kunden spiele die Änderung keine Rolle. Gesellschaftsrechtlich werde der Zulieferer künftig als GmbH & Co KG geführt, teilte Schaeffler mit. Schaeffler-Finanzvorstand Rosenfeld sieht nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung bei Conti auch die Schaeffler-Gruppe auf gutem Weg. Mit der Kapitalerhöhung zeigten die Banken, dass sie die verbesserte Zusammenarbeit von Continental und Schaeffler honorierten, hatte Rosenfeld in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“ betont. Ein Großteil der Investoren habe erkannt, dass ein Zusammenschluss von Schaeffler und Continental auf einer überzeugenden industriellen Logik beruhe.

Nachdem auch Schaeffler seine Finanzierung mit langfristigen Krediten gesichert habe, müsse man überlegen, wie beide Unternehmen entschuldet werden können. Dazu könnten Einnahmen aus dem operativen Geschäft, Erlöse aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens und „die Zuführung „frischen Geldes“ von außen“ beitragen, hatte Rosenfeld in einem Zeitungsinterview gesagt.

lni