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Deutschland / Welt Börsengang bringt mehr als eine Milliarde
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Börsengang bringt mehr als eine Milliarde
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14:22 01.10.2015
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Scout24 einen Umsatz von 342 Millionen Euro. Quelle: dpa
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Berlin

Beim Börsengang des Internetportalanbieters Scout24 haben die Alteigentümer kräftig Kasse gemacht. Insgesamt wurden 38,64 Millionen Aktien für 30 Euro je Stück platziert, was einem Gesamterlös von gut 1,15 Milliarden Euro entspricht, wie Scout24 am Donnerstag mitteilte. Den Löwenanteil des Erlöses kassieren die Altaktionäre, vor allem die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone sowie die Deutsche Telekom.

Der erste Kurs betrug in Frankfurt im elektronischen Handel 30,75 Euro - am Mittag lag er bei 30,23 Euro. "Wir sind sehr zufrieden mit dem positiven Feedback der Investoren", sagte Scout24-Vorstandschef Greg Ellis. Sein Unternehmen konnte damit der zuletzt schlechten Stimmung an den Börsen trotzen. Dem Anbieter von Portalen wie Autoscout24 und Immobilienscout24 selbst fließen aus einer Kapitalerhöhung über 7,6 Millionen neue Aktien damit rund 228 Millionen Euro zu. Damit sollen die Schulden gesenkt und neues Wachstum finanziert werden.

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Die Telekom hatte Anfang vergangenen Jahres ein 70-Prozent-Paket an der einstigen Tochter verkauft und damit einen Ertrag von 1,7 Milliarden Euro eingestrichen. Nach dem Börsengang werden die Bonner noch zwischen rund 12,1 und 13,5 Prozent der Aktien halten - je nachdem, wie sehr die begleitenden Banken von der Mehrzuteilungsoption Gebrauch machen. Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat bei Scout blieben nach wie vor mit einem kleineren Anteil am Unternehmen beteiligt, hieß es.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Scout24 einen Umsatz von 342 Millionen Euro und verdiente operativ (Ebitda aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit) 149 Millionen Euro. Für Scout24 ist es der zweite Versuch, an die Börse zu gehen. Im Herbst 2014 hatte das Unternehmen seine Pläne wegen der schlechten Stimmung an den Märkten auf Eis gelegt.

dpa

30.09.2015
Albrecht Scheuermann 03.10.2015
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