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Deutschland / Welt Sommerurlaub wird günstiger
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Sommerurlaub wird günstiger
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08:40 06.11.2009
Von Jens Heitmann
Ab in den Süden: Der Urlaub wird günstiger. Quelle: Finn
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Im Durchschnitt verbilligen sich Pauschalreisen um fünf bis sechs Prozent. Möglich werden die Nachlässe durch Einkaufsvorteile der Veranstalter bei den Hotels und Fluggesellschaften – etwa infolge des Preisrückgangs beim Kerosin. Trotz des schleppenden Starts ins Wintergeschäft und des erwarteten Anstiegs der Arbeitslosigkeit sehe die TUI „verhalten optimistisch“ aufs nächste Jahr, erklärte Böttcher. „Ich rechne auch 2010 nicht mit einem Preiskampf.“

Die höchsten Abschläge bietet die TUI auf den Kanaren (minus sieben Prozent) und Balearen (sechs Prozent), sowie in Griechenland und Ägypten (jeweils 6,5 Prozent) und Tunesien (sieben Prozent). Auf der Fernstrecke verbilligen sich Thailand um 13 und Sri Lanka um 14 Prozent, Hotels in New York werden sogar um 17,5 Prozent günstiger. Der Urlaub in der Schweiz und in Österreich verteuert sich dagegen leicht, in Deutschland bleiben die Preise stabil.

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Damit bewegt sich die TUI in einem ähnlichen Rahmen wie die Konkurrenz. Alle Veranstalter wollen die Kunden erneut mit Frühbucherrabatten und „All- inclusive“-Angeboten in die Reisebüros locken. Wer sich bei der TUI bis Ende Februar zu einer Reise entschließt, kann bis zu 180 Euro pro Person sparen, für Kinder gibt es Festpreise ab 99 Euro – etwa auf den Balearen. Neckermann staffelt die Rabatte von 30 Prozent (Buchung bis Ende November) bis 15 Prozent (Ende April). Alltours garantiert Frühbuchern ein kostenloses Rücktrittsrecht bis zum Jahresende.

Die TUI rechnet für das kommende Jahr bestenfalls mit einer Stagnation bei den Buchungszahlen, ein leichter Rückgang sei nicht auszuschließen, hieß es. Im Ende Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete das Unternehmen ein deutliches Minus von zehn Prozent. Dank der Maxime „Marge vor Menge“ habe die TUI ihre „ehrgeizigen Ergebnisziele“ jedoch erreicht, sagte Böttcher, ohne Zahlen zu nennen.

Die britische Muttergesellschaft TUI Travel erwartet von ihrer deutschen Tochter bis 2011 eine Umsatzrendite von drei Prozent – man bewege sich hier „im Zielkorridor“, erklärte Böttcher. Trotz des schwierigen Umfeldes möchte sich die TUI mit ihremn Marktanteil von 22 Prozent nicht zufriedengeben. Über neue exklusive Angebote und den Ausbau des Vetriebsnetzes wolle man wieder wachsen, sagte Böttcher. Zu den 88 .000 bisher ausschließlich bei der TUI buchbaren Betten sollen 13. 000 neue hinzukommen. Auch bei „Schönheits“- und Städtereisen wollen die Hannoveraner punkten. Um die Kundennähe zu verbessern, will die TUI ihr Filialnetz von 1400 Reisebüros ausbauen.