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Deutschland / Welt Studenten sehen für sich Top-Chancen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Studenten sehen für sich Top-Chancen
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18:27 19.04.2012
Von Lars Ruzic
Bernd Schlömer (Piratenpartei), Thomas Börner (Student RWTH Aachen), Rosemarie Kerkow-Weil (Präsidentin der Hochschule Hannover), Elke Strathmann (Vorstand Continental AG). Quelle: Joos
Hannover

Noch nie haben die angehenden Akademiker dabei ihre Karrierechancen so positiv eingeschätzt wie in diesem Jahr. 77 Prozent der Befragten gaben sich zuversichtlich, 15 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Auch im internationalen Vergleich gehen die Studenten mehrheitlich (56 Prozent) davon aus, ihre persönliche Wettbewerbsfähigkeit sei sehr gut oder gut.

Gleichzeitig ist die Bereitschaft, für den Beruf größere Ortswechsel vorzunehmen, abermals gesunken. Seit Jahren geht die Zahl der Befragten zurück, die sich für „absolut mobil - im Inland wie Ausland“ halten. Inzwischen liegt der Wert bei 36 Prozent, vor sechs Jahren waren es noch 60 Prozent. Nur jeder 50. Student will heute noch unbedingt ins Ausland. „Die Karrierefixierung früherer Jahre geht zurück, für die Studenten von heute ist eine Reihe anderer Themen wichtiger geworden“, berichtete Conti-Personalchefin Elke Strathmann am Donnerstag in Hannover.

Tatsächlich sind „schnelle Aufstiegsmöglichkeiten“ nur für 9 Prozent der Befragten ein entscheidendes Kriterium attraktiver Jobangebote. Weitaus wichtiger sind dem akademischen Nachwuchs interessante Aufgaben, eine unbefristete Anstellung, geregelte Arbeitszeiten und ein fester Arbeitsort. Der künftige Arbeitgeber soll gute Fortbildungsmöglichkeiten bieten, familienfreundlich sein und nachhaltig wirtschaften. „Früher hat wirtschaftlicher Erfolg zur Attraktivität eines Unternehmens beigetragen“, sagte Strathmann, „heute werden Unternehmen zunehmend als Teil der Gesellschaft gesehen.“

Auffallend ist, dass Frauen bei der Bewertung ihrer Karrierechancen deutlich zurückhaltender sind als Männer. Nur 72 Prozent der Studentinnen gaben sich hier zuversichtlich, bei den Männern waren es 84 Prozent. Strathmann erklärte das mit einer generell vorsichtigeren Grundhaltung von Frauen im Berufsleben. Bei Jobausschreibungen sei das besonders gut zu sehen. „Die meisten Frauen bewerben sich auf einen Platz nur, wenn sie alle Anforderungen voll oder übererfüllen. So mancher Mann tut das schon, wenn erdie Stellenanzeige lesen konnte“, sagte die Arbeitsdirektorin augenzwinkernd. Frauen sollten ihre Zurückhaltung ablegen, riet sie. Bei den meisten Unternehmen sei es längst erklärtes Ziel, den Anteil der weiblichen Führungskräfte spürbar zu erhöhen.

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