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Deutschland / Welt TUI bleibt dank Hapag-Lloyd in der Gewinnzone
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19:47 14.12.2010
TUI-Konzernchef Michael Frenzel. Quelle: dpa
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Allein Hapag-Lloyd steuerte 150 Millionen Euro bei. Die Reiseveranstalter- Sparte TUI Travel steckte dagegen wegen der Flugverbote nach dem Vulkanausbruch in Island, einer Bilanzkorrektur und hohen Kosten für Umstrukturierungen in den roten Zahlen.

Im Vergleich zum vorangegangen Geschäftsjahr habe sich die Hapag- Lloyd, von der sich die TUI AG trennen will, deutlich erholt, sagte Konzernchef Michael Frenzel. Das finanzielle Engagement zur Rettung der Reederei habe sich gelohnt: „Wir verfügen dadurch über Mittel und Optionen, die wir vor einem Jahr kaum für möglich gehalten haben.“ Bei dem Hamburger Unternehmen, für das ein Börsengang oder ein Verkauf an andere Investoren geprüft wird, gebe es „hervorragende Verwertungsoptionen“, erklärte Frenzel. Es gebe gute Chancen, Hapag-Lloyd 2011 an die Börse zu bringen.

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Die Hamburger Reederei hatte am Montag in Südkorea den Bau von vier großen Containerschiffen in Auftrag gegeben. Darüber hinaus habe Hapag-Lloyd auch den traditionsreichen Firmensitz am Hamburger Ballindamm zurückgekauft, teilte das Unternehmen mit. Die bei der koreanischen Werft Hyundai Heavy Industries bestellten vier Großschiffe hätten eine Kapazität für je 13.200 Standardcontainer.

Weil TUI Travel und mehrere Hotels nicht komplett zu TUI gehören, entfiel auf die TUI-Aktionäre nur ein Überschuss von 102 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte um 1,5 Prozent auf 16,35 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2010/2011 rechnet der Vorstand erneut mit einem positiven Ergebnis. Frenzel sagte, die Gesamtentwicklung sei „deutlich unspektakulärer, aber gleichwohl positiv“ gewesen.

dpa

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