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Deutschland / Welt Tageszeitungsredakteure erhalten mehr Geld
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11:04 18.08.2011
Der Tarifstreik ist zu Ende: Tageszeitungsredakteure erhalten mehr Geld. Quelle: dpa
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Hamburg

Die rund 14.000 Redakteure in Tageszeitungen erhalten mehr Geld. Vom 1. Mai 2012 an steigen die Gehälter um 1,5 Prozent, im Oktober 2011 und im Februar 2013 gibt es zudem Einmalzahlungen von jeweils 200 Euro. Das vereinbarten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und die Gewerkschaften DJV und Verdi in fast 18-stündigen Verhandlungen bis Donnerstagmorgen. Es wurde kein neues Tarifwerk für Berufseinsteiger aufgesetzt. Den sich über Monate hinziehenden Tarifkonflikt begleiteten in den vergangenen Wochen Arbeitsniederlegungen in den Verlagen.

Nach der Einigung in der zehnten Tarifrunde sagte BDZV-Verhandlungsführer Werner Hundhausen: „Damit haben die Verlage Planungssicherheit bis 2013.“ Der Manteltarifvertrag und die Altersversorgung bleiben unverändert bis Ende 2013 bestehen. Außerdem gibt es eine Beschäftigungssicherungsklausel, auf die Verlage zurückgreifen können, sollten Arbeitsplätze aus wirtschaftlichen Gründen gefährdet sein. Es wurde eine Erklärungsfrist bis zum 30. September 2011 vereinbart.

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Der BDZV will weiterhin neuen Tarif für Berufseinsteiger schaffen

„Die heftig umstrittenen Verschlechterungen für Berufseinsteiger sind vom Tisch, die von den Verlegern beabsichtigte Abwertung des Journalistenberufs ist damit verhindert worden“, sagte der stellvertretende Verdi-Vorsitzende Frank Werneke. Dagegen sieht der BDZV weiter die Notwendigkeit, ein Tarifwerk für Berufsneulinge zu schaffen. „Es war unsere Absicht, gleichzeitig eine ergänzende Plattform für Berufseinsteiger mit maßvoll abgesenkten Tarifen abzuschließen, in die dann auch die Onlineredakteure integriert werden sollten“, sagte Hundhausen.

Dieses Tarifwerk sah den BDZV-Angaben zufolge auch ein 13. Monatsgehalt sowie eine 36,5 Stunden-Woche vor. Ferner habe der BDZV Bereitschaft zum Aufbau einer Altersversorgung für den beruflichen Nachwuchs signalisiert. Insofern sei es nicht nachvollziehbar, wenn dieses Angebot von den Gewerkschaften als Dumpingtarifvertrag diffamiert werde, ergänzte Hundhausen. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring bezeichnete das Tarifergebnis als „annehmbaren Kompromiss zum Erhalt des Flächentarifvertrags“.

Die Honorare der freien Journalisten (12a-Tarifvertrag) werden nach Gewerkschaftsangaben im Oktober 2011 sowie im August 2012 um jeweils zwei Prozent angehoben.

dpa