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Deutschland / Welt Tarifgespräche bei der Bahn gehen weiter
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Tarifgespräche bei der Bahn gehen weiter
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10:39 31.01.2009
Die Bahn-Gewerkschaften haben ihre Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn fortgesetzt. Quelle: Volker Hartmann/ddp
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Ein Transnet-Sprecher sagte, bei dem am Freitagabend vorgelegten neuen Angebot der Bahn lohne es sich, weiter zu verhandeln. Für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen hatten die Gewerkschaften Transnet und GDBA mit neuen Warnstreiks ab Montag gedroht. Auch die Lokführergewerkschaft GDL setzte die Gespräche mit dem Bahn-Management am Morgen fort.

Nach Angaben von GDBA und Transnet hat die Bahn der Tarifgemeinschaft vorgeschlagen, die Löhne und Gehälter zum 1. Februar linear um zwei Prozent und zum 1. Januar kommenden Jahres linear um zusätzlich 2,5 Prozent zu erhöhen. Außerdem biete sie eine Einmalzahlung von 400 Euro für Dezember 2009 an. Transnet und GDBA erklärten, es sei ein Fortschritt, dass die Einmalzahlung jetzt nicht mehr von den Wirtschaftsergebnissen der Bahn abhängig sein solle. Das Angebot enthalte außerdem ein ganzes Paket von Arbeitszeitregelungen, die aber noch im Einzelnen bewertet werden müssten.

Transnet und GDBA fordern für rund 130 000 Mitarbeiter eine deutliche Verbesserung der Arbeitszeiten. So sollen die Mitarbeiter unter anderem mindestens zwölf freie Wochenenden pro Jahr haben. Zudem sollen die Entgelte um zehn Prozent angehoben werden. Am Donnerstag hatten die beiden Gewerkschaften ihre Forderungen bereits mit Warnstreiks untermauert.

Parallel zu den Gesprächen mit Transnet und GDBA führt Bahn-Personalvorstand Norbert Hansen auch Tarifverhandlungen mit der Lokführergewerkschaft GDL. Ein GDL-Sprecher sagte, das Angebot des Unternehmens bei Arbeitszeit und Entgelt sei ausreichend, um die Gespräche fortzusetzen. Allerdings vermisse die GDL in dem Bahnangebot einen Lösungsvorschlag für Lohndumping bei Lokführern in Zeitarbeit.

Die GDL fordert für die rund 12 000 Lokführer ebenfalls bessere Arbeitszeitbedingungen, im Gegensatz zu den anderen beiden Gewerkschaften allerdings nur 6,5 Prozent mehr Geld. An den Streiks am Donnerstag hatte sich die GDL nicht beteiligt.

ddp