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Deutschland / Welt Teilverstaatlichung soll New Yorker Citigroup retten
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Teilverstaatlichung soll New Yorker Citigroup retten
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17:57 27.02.2009
Die New Yorker Citigroup, eine der größten Banken der Welt, wird teilweise verstaatlicht. Quelle: Timothy A. Clary/afp
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Das teilten die Citigroup und das Finanzministerium in Washington am Freitag übereinstimmend mit. Die Führungsspitze des Geldhauses soll zum großen Teil ausgewechselt werden.

Für den Einstieg der US-Regierung würden nicht stimmberechtigte Vorzugsaktien der Citigroup, die bereits in Staatsbesitz sind, in normale Aktien mit Stimmrecht umgewandelt, hieß es in den Erklärungen. Dies solle zunächst in einem Umfang von 25 Milliarden Dollar geschehen. Seit vergangenem Jahr hatte die US-Regierung insgesamt 45 Milliarden Dollar in den Bank gepumpt und dafür im Gegenzug Vorzugsaktien erhalten.

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Mit der Umwandlung der Aktien werde „die US-Regierung etwa 36 Prozent der Anteile besitzen“, erklärte die Bank. Andere Großinvestoren würden dem Vorbild der US-Regierung folgen und ihre Anteile in Aktien mit Stimmrecht umtauschen, so etwa der Staatsfonds von Singapur.

Mit dem Einstieg des Staats werde die Führungsspitze der Citigroup umgebildet, erklärte Richard Parsons, der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Das Gremium habe einstimmig entschieden, dass „unabhängige“ Aufsichtsräte künftig die Mehrheit haben sollen. Die Neubesetzung solle „so bald wie machbar“ erfolgen.

Das US-Finanzministerium betonte, dass für den Einstieg keine weiteren Steuergelder aufgebracht würden; für die Umwandlung der Aktien fielen keine Kosten an. Die Citigroup, bis vor kurzem größte Bankengruppe der Welt, ist von der Finanzkrise schwer getroffen:

2008 fuhr sie einen Verlust von 18,7 Milliarden Dollar ein. Seit der vergangenen Woche gab es verstärkt Gerüchte über eine mögliche Verstaatlichung der Bank, die Aktie brach binnen einer Woche um 41 Prozent ein.

afp