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Deutschland / Welt Telekom verheiratet T-Mobile USA mit MetroPCS
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Telekom verheiratet T-Mobile USA mit MetroPCS
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17:05 03.10.2012
Foto: Telekom USA leidet unter einem nicht genügend ausgebautem Netz und der steigenden Konkurrenz.
Telekom USA leidet unter einem nicht genügend ausgebautem Netz und der steigenden Konkurrenz. Quelle: dpa
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New York/ Bonn

Die Telekom bringt dazu ihre US-Tochter und ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von über 15 Milliarden Dollar in den bisherigen Rivalen ein. Im Gegenzug erhalten die Bonner 74 Prozent der Anteile an der börsennotierten MetroPCS.Die heutigen MetroPCS-Aktionäre bekommen 26 Prozent der Anteile und eine einmalige Barzahlung aus den Mitteln von MetroPCS von rund 1,5 Milliarden Dollar. Der Telekom-Aufsichtsrat sowie der Verwaltungsrat von MetroPCS hätten einer entsprechenden Vereinbarung zugestimmt, teilte die Deutsche Telekom am Mittwoch in Bonn mit.

Werden die beiden Unternehmen zur Jahresmitte 2013 zusammengelegt, könnten von 2017 an jährlich 1,2 bis 1,5 Milliarden US-Dollar Kosten eingespart werden, hieß es weiter. Die Behörden und die MetroPCS-Aktionäre müssen den Plänen noch zustimmen. Die beiden Unternehmen hoffen, dass alle erforderlichen Genehmigungen im ersten Halbjahr 2013 vorliegen.

Die gemeinsame Gesellschaft bietet Mobilfunk-Leistungen für rund 42,5 Millionen Kunden in den USA an. Für 2012 wird der gemeinsame Umsatz auf knapp 25 Milliarden Dollar beziffert. Der gemeinsame Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liege 2012 bei rund 6,3 Milliarden Dollar.

T-Mobile USA ist der viertgrößte Mobilfunker des Landes, leidet aber unter einem Kundenschwund, unter anderem weil das Unternehmen Apples iPhone nicht im Angebot hat. Zudem ist ein teurer Netzausbau nötig, um mit den steigenden Datenmengen der Smartphones mitzuhalten. Zusammen könnten die Firmen nun die hohen Kosten für den Ausbau des schnellen Mobilfunk-Netzes leichter schultern. Schon im Mai hatte Gerüchte gegeben, T-Mobile USA und die kleinere MetroPCS könnten zusammengehen.

Die Telekom war im Dezember mit ihrem Versuch gescheitert, T-Mobile USA an den US-Branchenriesen AT&T zu verkaufen. Die US-Wettbewerbshüter hatten Einspruch gegen das 39 Milliarden Dollar schwere Geschäft erhoben, weil sie Nachteile für die Kunden befürchteten.

In den vergangenen Tagen und Wochen war Bewegung in T-Mobile USA gekommen: Seit Mitte September regiert mit John Legere ein neuer Chef. Am Freitag hatte die Telekom dann bekanntgegeben, 7200 Mobilfunk-Türme in den USA zu verkaufen oder zu vermieten, was 2,4 Milliarden Dollar einbringt. Der für die Funktechnik nötige Platz auf den Masten wird anschließend zurückgemietet.

dpa