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Deutschland / Welt Tui-Chef Frenzel angeblich vor Vertragsverlängerung
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Tui-Chef Frenzel angeblich vor Vertragsverlängerung
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13:12 20.01.2011
Der Chef des Reise- und Schifffahrtskonzerns Tui, Michael Frenzel, soll länger im Amt bleiben. Quelle: dpa
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Bleibt Michael Frenzel, Chef des Reise- und Schifffahrtskonzerns Tui, länger im Amt? Wichtige Großaktionäre setzten sich dafür ein, schrieb das Blatt unter Berufung auf Konzernkreise in seiner aktuellen Ausgabe (Freitag).

Der 63-Jährige, dessen Vertrag Ende März 2012 ausläuft, soll demnach zwei Jahre länger an der Spitze des Konzerns stehen. Eine Entscheidung dazu falle voraussichtlich im Mai. Ein Konzernsprecher sagte, er werde sich zu Personalspekulationen nicht äußern.

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Die großen Aktionäre - vor allem die Hoteliersfamilie Riu und der russische Stahlmilliardär Alexej Mordaschow - wollten mit der Verlängerung für Frenzel erreichen, dass die anstehenden wichtigen Projekte unter einheitlicher Führung vollendet werden können, heißt es in dem Bericht. Die Mehrheit an der Reederei Hapag-Lloyd soll abgestoßen werden und die Touristiksparte expandieren.

Eine Vertragsverlängerung müsste vom Aufsichtsrat beschlossen werden. Das Gremium wird bei der Hauptversammlung am 9. Februar neu gewählt und soll auch eine neue Führung bekommen. Die Vorschlagliste für die Neuwahl war schon im Dezember vereinbart worden. Zu den ausscheidenden Mitgliedern gehört danach auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der ehemalige RWE-Chef Dietmar Kuhnt.Sein Nachfolger an der Spitze des Gremiums wird vermutlich Ex-Daimler-Vorstand Klaus Mangold.

Der Aufsichtsrat traf dazu bereits eine Art Vorentscheidung. Neu in den TUI-Aufsichtsrat einziehen sollen der frühere Postbank- Finanzvorstand Edgar Ernst und der Finanzvorstand der Sever- Stahlgruppe, Mikhail Noskov. Die Gruppe gehört dem größten Tui- Aktionär Mordaschow. Dessen Partner bei der Investmentgesellschaft S- Group, Vladimir Yakushev, gehört dem Gremium bereits an. Der Aufsichtsrat wird zugleich von 20 auf 16 Sitze verkleinert.

Die Arbeitnehmerseite stand bisher weitgehend geschlossen ebenfalls hinter Frenzel und seinem Kurs.

dpa