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Deutschland / Welt Tui-Partner Etihad tauscht Führungsspitze aus
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Tui-Partner Etihad tauscht Führungsspitze aus
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19:55 24.01.2017
Von Jens Heitmann
Glücklos bei seiner Expansionsstrategie: Etihad-Chef Hogan.
Glücklos bei seiner Expansionsstrategie: Etihad-Chef Hogan. Quelle: Str
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Hannover

Der neue Tui-Partner Etihad tauscht seine Führungsspitze aus. Konzernchef James Hogan und Finanzvorstand James Rigney sollen die Fluggesellschaft in der zweiten Jahreshälfte verlassen. Zudem werde das Unternehmen seine strategische Ausrichtung überprüfen, sagte Aufsichtsratschef Mohamed Mubarak Fadhel al-Mazrouei am Dienstag in Abu Dhabi. „Wir müssen sicherstellen, dass unsere Fluggesellschaft die richtige Größe und die richtige Form hat.“

An der geplanten gemeinsamen Fluggesellschaft mit der Tui will Etihad aber offenbar festhalten. „Die Verhandlungen laufen normal weiter“, sagte ein Sprecher des hannoverschen Touristikkonzerns. In die neue Airline will die Tui ihren Ferienflieger Tuifly einbringen und künftig 24,8 Prozent der Anteile halten - für Etihad sind 25 Prozent vorgesehen. Die Mehrheit soll mit 50,2 Prozent bei einer österreichischen Stiftung mit Sitz in Wien liegen.

Ursprünglich sollte das Joint-Venture bereits für die Sommersaison startklar sein. Dieser Termin wird wegen einer Prüfung durch die EU-Kommission jedoch nicht zu halten sein. Bei der Tui hofft man nun auf eine Freigabe der Fusion zur Wintersaison. Derzeit wird mit den Tuifly-Arbeitnehmervertretern über Garantien für den Erhalt und möglichen Ausbau des Standortes Hannover verhandelt.

Etihad-Chef Kogan ist mit seiner Expansionsstrategie in Europa gescheitert. Sowohl der Einstieg bei Air Berlin als auch das Engagement bei Alitalia haben Milliarden gekostet, ohne der Fluggesellschaft einen echten Zugang zum hiesigen Markt zu verschaffen.