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Deutschland / Welt Tuifly: Abbau von 150 Stellen ist vom Tisch
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Tuifly: Abbau von 150 Stellen ist vom Tisch
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06:44 27.10.2017
Von Jens Heitmann
Tuifly war durch die Air-Berlin-Pleite unter Druck geraten. Quelle: dpa
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Hannover

Die Tarifkommission der Vereinigung Cockpit habe dem Kompromiss bereits zugestimmt, verlautete aus Unternehmenskreisen. Jetzt stehe nur noch eine Vereinbarung mit dem Personal am Boden aus.

Tuifly war durch die Air-Berlin-Pleite unter Druck geraten. Die Gesellschaft betreibt eine Flotte von 25 Maschinen unter der eigenen Marke; bis vor Kurzem hatte die Tui-Tochter zudem 14 Flugzeuge mitsamt der Besatzung zu lukrativen Konditionen an die Air-Berlin-Tochter Niki vermietet. Die Hälfte dieser Maschinen hat die Lufthansa-Tochter Eurowings übernommen, die andere Hälfte wollte Tuifly ursprünglich unter eigenem Logo an den Start bringen.

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Hohe Einsparungen erreicht

Als Voraussetzung dafür hatte das Management jedoch auf Kostensenkungen von mindestens 30 Millionen Euro gedrungen - zwei Drittel davon beim Personal, der größte Teil davon wiederum bei den Piloten. Weil die Verhandlungen zunächst zögerlich angelaufen waren, hat Tuifly die Flotte vorerst auf 32 Maschinen verkleinert. Das hätte zum Abbau von 150 Stellen führen können.

Davon ist nun keine Rede mehr. „Es ist gelungen, eine für beide Seiten tragfähige grundsätzliche Übereinkunft zur Zukunftssicherung der Tuifly zu erzielen“, sagte ein Tuifly-Sprecher. Damit sei die Voraussetzung für „die geplanten hohen Investitionen für den Aufbau zusätzlicher Kapazität“ gegeben.

Mit der Vereinigung Cockpit hat sich die Gesellschaft dem Vernehmen nach darauf verständigt, die Flotte spätestens bis 2019 wieder auf 39 Maschinen zu erweitern. Ein Stellenabbau wurde für die nächsten drei Jahre ausgeschlossen. Im Gegenzug hätten die Piloten auf eine bereits vereinbarte Tariferhöhung verzichtet und sich mit Blick auf die Einsatzzeiten flexibel gezeigt, hieß es. „Damit ist der Weg für eine Stärkung von Tuifly frei“, sagte der Vizepräsident der Pilotengewerkschaft, Martin Locher

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