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Deutschland / Welt Übernahme von Opel durch PSA Peugeot-Citroën
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Übernahme von Opel durch PSA Peugeot-Citroën
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18:25 17.02.2017
Symbolbild Quelle: dpa
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Frankfurt/Berlin

Die Opel-Betriebsräte und die IG Metall boten dem französischen Konzern konstruktive Gespräche an.

Brief an die Mitarbeiter

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte, es werde alles, was politisch möglich sei, getan, „dass die Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland gesichert sind.“ Die Bundesregierung war von den Übernahmeplänen überrascht worden. Opel hat rund 38 200 Mitarbeiter in Europa, davon mehr als die Hälfte in Deutschland.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann bezeichnete ein Zusammengehen seines Unternehmens mit PSA als „prinzipiell sinnvoll“. Man setzte alles daran, die Zukunft von Opel nachhaltig zu gestalten, verbreitete der Manager auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

IG Metall pocht auf Tarife

In einem Brief an die Mitarbeiter, der „Bild am Sonntag“ vorliegt, schrieb er: „Hier eröffnet sich die Chance, einen europäischen Champion zu schaffen und nach 88 Jahren Zugehörigkeit zu GM ein neues erfolgreiches Kapitel unserer Geschichte aufzuschlagen.“ Nach Informationen des „Manager Magazins“ soll Neumann auch im Fall einer Übernahme Chef eines weiterhin eigenständigen Unternehmens Opel bleiben.

Die IG Metall will auf die bestehenden Tarifverträge pochen. Sowohl die Arbeitsplatzgarantien als auch die Zusagen von GM zu Investitionen und Produktionsplanungen müssten eingehalten werden, sagte der Chef des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger. „Wir erwarten, das alle Standorte und Arbeitsplätze gesichert bleiben.“

Christian Ebner
 und André Stahl