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Deutschland / Welt Unter 0180 kostet Warten künftig nichts
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Unter 0180 kostet Warten künftig nichts
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23:08 10.02.2012
Neues Gesetz: Hotlines mit Gebührentaktung müssen bis Gesprächsbeginn kostenfrei bleiben Quelle: dpa
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Berlin

Die Neuerungen im Überblick:

Kostenlose Warteschleifen: Die Wartezeit bei Hotlines darf bis zum Gesprächsbeginn nichts kosten – dies gilt auch für neue Warteschleifen nach einer Weitervermittlung. Dies betrifft Anrufe vom Festnetz wie vom Handy. Die Regelung gilt für alle Sonderrufnummern, die nach Dauer des Anrufs abgerechnet werden. Unter Vorwahlen wie 0180 oder 0900 wurden dafür bislang teilweise drei Euro und mehr fällig. Ausgenommen sind Nummern, die pauschal pro Anruf Geld kosten sowie Hotlines mit einer Festnetz- oder einer Handynummer. Kunden müssen künftig über die voraussichtliche Wartezeit und die Art der Abrechnung informiert werden. Verstößt eine Firma gegen die Regelungen, ist ein Bußgeld fällig. Kunden müssen für den Anruf dann gar nicht zahlen.

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Übergangsfrist: Für die Warteschleifenregelung gilt eine Übergangsfrist von einem Jahr: So lange müssen zwar die ersten zwei Minuten Wartezeit kostenlos sein, danach dürfen die Unternehmen aber noch kassieren. Auch die Ansagen zu Kosten und Wartezeit sind bis 2013 noch nicht Pflicht.

Anbieterwechsel: Wer zu einem anderen Telefonanbieter wechselt, darf maximal einen Kalendertag ohne Anschluss dastehen. Nimmt ein Verbraucher seine Rufnummer zum neuen Anbieter mit, darf diese ebenfalls höchstens einen Tag lang nicht erreichbar sein. Handykunden dürfen ihre Nummer künftig auch vor Ablauf ihres alten Vertrages zu einem neuen Anbieter mitnehmen.

Umzug: Bei Umzügen dürfen Telefonanbieter nicht, wie bislang oft üblich, die Mindestvertragslaufzeit neu beginnen lassen. Sie müssen den Anschluss in der neuen Wohnung stattdessen zu den alten Konditionen und mit der alten Laufzeit weiterführen. Ist der bisherige Anschluss am neuen Wohnort nicht verfügbar, erhalten Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von drei Monaten. Bislang waren sie hier auf die Kulanz der Anbieter angewiesen  – und mussten oft monatelang parallel am alten wie am neuen Wohnort zahlen.

Mindestvertragslaufzeit: Die anfängliche Mindestlaufzeit eines Vertrages darf künftig maximal 24 Monate betragen. Zudem sind Anbieter verpflichtet, auch Verträge mit einer Höchstlaufzeit von zwölf Monaten anzubieten.

Kostenkontrolle: Wie schon jetzt bei Festnetz-Rechnungen können Kunden künftig auch bei Handyverträgen einzelnen Posten widersprechen, ohne dass dies zu einer Sperrung des Anschlusses führen darf. Handybesitzer können außerdem die Zahlungsfunktion ihres Telefons komplett sperren lassen. Auch sollen sie bestimmte Vorwahlen – wie etwa die teuren 0900-Nummern – komplett sperren lassen können. Detaillierte Fragen zur Rechnung müssen Telefonunternehmen künftig per kostenloser Hotline beantworten.

Call-by-call: Wenn Kunden einen Anbieter per Vorvorwahl wählen, ist künftig eine Preisansage vor dem Gespräch Pflicht.

Internetgeschwindigkeit: Anbieter von schnellen Internetanschlüssen müssen künftig nicht nur die selten erreichte Höchst-, sondern auch die Mindestgeschwindigkeit angeben.

Ortungsdienste: Wird die Position eines Handys per Ortungsdienst bestimmt, muss darüber künftig jedes Mal eine SMS informieren. Bislang war dies nur alle fünfmal notwendig. Zudem müssen Verbraucher der Nutzung eines Ortungsdienstes grundsätzlich schriftlich zustimmen – so soll der heimlichen Handy-Ortung ein Riegel vorgeschoben werden.

Sparen bei Hotlines: Schon jetzt können Verbraucher bei Hotlineanrufen sparen, indem sie Sonderrufnummern umgehen. Eine Liste alternativer Festnetznummern gibt es unter www.0180.info

afp/vm