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Deutschland / Welt VW hat große Pläne mit kleinem Up
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt VW hat große Pläne mit kleinem Up
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21:35 22.08.2011
Im September kann man den VW Up auf der IAA sehen, ab Dezember bei den Händlern bestellen.
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Hannover

Die Preise der vorerst drei Versionen behält VW noch für sich, doch die Liste wird unter 10.000 Euro beginnen. Das soll allerdings nur der Anfang sein: Eine Schlichtversion des VW Up soll auch in Wachstumsmärkten Asiens und Osteuropas angeboten werden – zu deutlich niedrigeren Preisen.

Mit einfachen, preisgünstigen Kleinwagen tut sich der Konzern seit Jahren schwer. Der VW Polo ist diesem Segment längst entwachsen, der 1998 gestartete Lupo war zwar klein und gut, stand technisch aber recht allein im Konzern und war deshalb in der Produktion zu teuer. Als Notlösung ersetzte ihn der in Brasilien gebaute Fox – ungünstige Wechselkurse machten den Export nach Europa schnell zum Verlustgeschäft.
Unterdessen hat die Konkurrenz aufgerüstet. Fiat und Ford lassen in Polen die Schwestermodelle Panda, 500 und Fiesta vom Band laufen. Toyota und der PSA-Konzern bauen zusammen in Tschechien die nahezu identischen Modelle Toyota Aygo, Peugeot 107 und Citroën C1.

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Auch der VW Up wird aus Osteuropa kommen, den konzerninternen Kampf um den zukunftsträchtigen Auftrag hat das Werk im slowakischen Bratislava gewonnen. Dort wird bisher vor allem an den großen Geländewagen VW Touareg, Audi Q7 und Porsche Cayenne gearbeitet. Bratislava soll aber nur der Anfang sein. Als weitere Produktionsstandorte kommen zum Beispiel Indien, Russland und Südamerika infrage.

Zu geplanten Stückzahlen schweigt sich VW wie immer aus, klar ist aber, dass der Up und seine geplanten Varianten ein wichtiges Element der „Strategie 2018“ sind, die zu mindestens 10 Millionen verkauften Autos pro Jahr führen soll. So gilt jetzt schon als sicher, dass der Up als Dreitürer, Fünftürer und Minivan sowie in abgespeckten Versionen für die Schwellenländer gebaut wir. Eine Elektroversion ist für 2013 angekündigt. Außerdem wird es eigene Modelle der Schwestermarken Seat und Skoda geben. So könnte die „New Small Family“, wie das Fahrzeugkonzept im Konzern heißt, eines Tages auf eine jährliche Stückzahl jenseits der Millionenmarke kommen.

Stefan Winter