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Deutschland / Welt VW will Tiguan auf Rendite trimmen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt VW will Tiguan auf Rendite trimmen
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07:20 18.07.2014
Von Lars Ruzic
Foto: Das VW-Stammwerk baut den Tiguan seit jeher, von 2016 an soll Hannover zusätzliche Volumina aus Wolfsburg übernehmen.
Das VW-Stammwerk baut den Tiguan seit jeher, von 2016 an soll Hannover zusätzliche Volumina aus Wolfsburg übernehmen. Quelle: dpa
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„Das heißt nicht, dass Unternehmen und Arbeitnehmervertreter das Projekt aufgegeben haben“, sagte ein Sprecher von Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh am Donnerstag. Es werde derzeit hart daran gearbeitet, dass die Tiguan-Produktion die Renditevorgaben des Konzerns erfülle.

Winterkorn hatte in einer Rede vor 1000 VW-Managern zu Wochenbeginn eine Vielzahl von Missständen bei der Marke VW Pkw angeprangert. Unter anderem forderte er, künftig müssten alle Produkte die gesetzten Rentabilitätsziele erfüllen. Die Fertigung eines zusätzlichen Tiguan-Derivats sei vor diesem Hintergrund „nach heutigem Ermessen an einem deutschen Standort nicht wirtschaftlich machbar“.

Das ließ sowohl die Beschäftigten in Wolfsburg als auch in Hannover aufhorchen. Das VW-Stammwerk baut den Golf-Geländewagen seit jeher, von 2016 an soll Hannover zusätzliche Volumina aus Wolfsburg übernehmen. So hat es der Konzern im März verkündet. Dabei ist bisher unklar, ob das Werk im Stadtteil Stöcken halbfertige Produkte aus Wolfsburg fertigbaut oder womöglich ein komplettes Derivat produziert. Beide Varianten scheinen derzeit noch weit von den Rentabilitätszielen entfernt zu sein.

Der Tiguan-Auftrag soll in Hannover den Wegfall des Porsche Panamera ersetzen. Der Bau der Karossen war einst im hannoverschen Standortsicherungsvertrag festgeschrieben worden. Fällt diese Aufgabe weg, muss der Konzern Alternativen bieten.

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