Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Vodafone vor 130 Milliarden-Dollar-Deal
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Vodafone vor 130 Milliarden-Dollar-Deal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 29.08.2013
Die Vodafone-Aktie wurde von den Verkaufsgerüchten beflügelt. Sie stieg zeitweise um 9,24 Prozent und stand damit mit Abstand an der Spitze des britischen Aktienindex FTSE 100. Quelle: dpa
London

Es könnte einer der größten Deals der Wirtschaftsgeschichte werden: Der Mobilfunk-Gigant Vodafone verhandelt mit dem US-Telekomkonzern Verizon über den Verkauf seines Anteils am Gemeinschaftsunternehmen Verizon Wireless. Das bestätigen die Briten am Donnerstag.

Nach Informationen aus informierten Kreisen könnte der mögliche Verkaufspreis 130 Milliarden Dollar (97 Mrd Euro) erreichen - und würde damit sogar noch die 124 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Time Warner durch AOL toppen.

Verizon hält 55 Prozent am größten US-Mobilfunker, Vodafone die restlichen 45 Prozent. In einer knappen Mitteilung bestätigte Vodafone ergebnisoffene Gespräche. An der Londoner Börse löste die Nachricht Jubel aus. Die Vodafone-Aktie stieg zeitweise um 9,24 Prozent auf 206,8 Pence und stand damit mit Abstand an der Spitze des britischen Aktienindex FTSE 100. Sollte das Geschäft zustandekommen, würden die Briten einen ihrer wertvollsten Vermögenswerte verkaufen.

Doch das käme Vodafone vielleicht gerade recht. Denn zum einen würde ein solcher Schritt gut zur Strategie der Briten passen, Geschäftsbereiche abzustoßen, die Vodafone nicht vollständig kontrolliert. Zudem könnte der Verkauf der Verizon-Wireless-Anteile aber auch ein Königsweg für die Briten sein, um dringend benötigtes Kapital einzusammeln.

Denn Vodafone steht vor der Herausforderung, dem darbenden Europa-Geschäft auf die Sprünge zu helfen. In den Märkten Europas und Asiens ist Vodafone wegen heftiger Konkurrenz nämlich einem erheblichem Preisdruck ausgesetzt. Dadurch sinkt der Mobilfunkumsatz.

Außerdem überlasten die Datenmengen, welche Handynutzer abrufen, die Mobilfunknetze. Hohe Investitionen stehen an. Vodafone setzt nun auf die Kabelnetzbetreiber, denn deren Netze könnten die Funkverbindungen entlasten. Vodafone sperrte sich dem Vernehmen nach nicht grundsätzlich gegen einen Verkauf des Dividendenbringers. Im April soll bereits darüber gesprochen worden sein. Doch zu diesem Zeitpunkt lagen die Preisvorstellungen der beiden Partner offenbar noch weit auseinander. Die Amerikaner wollen demnach 100 Milliarden Dollar zahlen, den Briten schweben 130 Milliarden Dollar vor.

dpa

Deutschland / Welt Drama beim Schweizer Versicherungskonzern - Ackermann tritt nach Suizid bei Zurich zurück

Erst erschüttert ein Selbstmord die Schweizer Versicherungsgruppe Zurich, dann tritt Verwaltungsratschef Josef Ackermann zurück und erklärt, er wolle dem Konzern eine Rufschädigung ersparen. Die Hintergründe des Falls bleiben rätselhaft.

29.08.2013

Nach Informationen der HAZ könnten bereits Anfang kommender Woche bundesweite Tarifverhandlungen über einen allgemeinverbindlichen Mindestlohn von 8,50 Euro in der Schlachtindustrie, bei der Weiterverarbeitung und in der Geflügelwirtschaft beginnen.

Lars Ruzic 28.08.2013

Die mächtige Krupp-Stiftung hat nach dem Tod des Firmenpatriarchen und einflussreichen Industriellen Berthold Beitz eine Chefin bekommen: die 60-jährige Ursula Gather.

29.08.2013