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Deutschland / Welt VW investiert Milliarden in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt VW investiert Milliarden in Hannover
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19:42 04.04.2014
Von Lars Ruzic
Foto: Werksbesichtigung im Tross: Voran schreiten (von links) Betriebsratschef Thomas Zwiebler, VW-Chef Martin Winterkorn, Ministerpräsident Stephan Weil, Produktionsvorstand Michael Macht. Im Hintergrund halten sich Nutzfahrzeug-Konzernvorstand Leif Östling (dritter von links) und der Markenchef von VW Nutzfahrzeuge, Eckhard Scholz (zweiter von rechts).
Werksbesichtigung im Tross: Voran schreiten (von links) Betriebsratschef Thomas Zwiebler, VW-Chef Martin Winterkorn, Ministerpräsident Stephan Weil, Produktionsvorstand Michael Macht. Im Hintergrund halten sich Nutzfahrzeug-Konzernvorstand Leif Östling (dritter von links) und der Markenchef von VW Nutzfahrzeuge, Eckhard Scholz (zweiter von rechts). Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

„Mit den Investitionen hat sich der Konzern deutlich zum Standort Hannover-Stöcken bekannt“, sagte Weil, der auch bei VW im Aufsichtsrat sitzt. Er begrüßte gleichzeitig die Konzernpläne, ab 2016 den Geländewagen Tiguan auch in Hannover vom Band laufen zu lassen, weil die Auslastung damit gesichert werde.
Standortsymposien finden einmal im Jahr in jedem großen VW-Werk statt. Die Fabriken putzen sich heraus, um der Führungsspitze die Fortschritte präsentieren zu können, die sie in den zurückliegenden Monaten gemacht haben. Nach Hannover war gestern der halbe Konzernvorstand angereist, mit VW-Chef Martin Winterkorn an der Spitze. Gemeinsam mit Weil und Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostock (SPD) ließen sie sich die Gießerei zeigen, in der unter anderem Zylinderköpfe für fast alle Motorenwerke im Konzern produziert werden. Hier arbeiten mehr als 800 der 14 500 Beschäftigten des Standorts.
VW hatte vor gut zwei Wochen mitgeteilt, dass Hannover von 2016 an neben dem Transporter und dem Pick-up Amarok auch den Tiguan bauen soll. Dabei übernimmt das Werk halbfertige Modelle aus Wolfsburg, die es endmontiert. Der Auftrag ist eine Art Kompensation dafür, dass der Standort die Fertigung von lackierten Karossen des Porsche Panamera an das Leipziger Werk des Sportwagenbauers abgeben muss. Hannover soll dabei zusätzliche Tiguan-Volumina fertigen, um dem Wolfsburger Hauptwerk nichts wegzunehmen. Für die kommende Tiguan-Generation, die wohl 2015 auf den Markt kommt, ist beispielsweise erstmals auch in Europa eine Langversion geplant.
Der Standort arbeitet schon seit Längerem an einer „zukunftsfähigen Montage“, wie sie das in Stöcken nennen. Grob sieht das Konzept vor, die Produktion in zwei Fertigungslinien aufzuspalten, um auch andere Produkte vom Band rollen zu lassen. Dies ist auch deshalb erforderlich, weil der Transporter mit seiner riesigen Variantenvielfalt in der Produktion wesentlich aufwändiger ist als ein Pkw-Modell „von der Stange“. Ein Teil der Investitionen werde in diesen Umbau fließen, hieß es gestern am Rande des Symposiums.
Die von Weil genannte Summe enthält allerdings in erster Linie Geld, das in die Produktentwicklung fließen wird. So steht schon bald beim Transporter ein Modellwechsel von der fünften auf die sechste Generation an, was stets gewaltige Summen verschlingt.

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