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Deutschland / Welt Volkswagen lässt sich von der Krise nicht bremsen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Volkswagen lässt sich von der Krise nicht bremsen
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19:39 02.02.2010
VW will bis 2018 auf 10 Millionen Autos pro Jahr verkaufen. Quelle: ap
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Mittelfristig strebe man im Autogeschäft eine operative Umsatzrendite von mindestens 5 Prozent an, teilte der VW-Konzern am Dienstag mit. Auf diesem Niveau lag VW 2008 schon einmal – bevor die Wirtschaftskrise zuschlug. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres lag die Rendite nicht einmal halb so hoch.

Die Rückkehr zu früherer Stärke gilt allerdings nur als erste Etappe, auf längere Sicht bekräftigte der Vorstand die Ziele der „Strategie 2018“. Die Zahl der verkauften Autos soll „mittelfristig“ von heute 6 auf rund 8 Millionen steigen, um dann bis 2018 auf 10 Millionen Autos pro Jahr zuzulegen. Dann soll der Vorsteuergewinn mehr als 8 Prozent des Umsatzes erreichen – bisher erreichte VW in guten Jahren rund 6 Prozent. Für die entsprechenden Kostensenkungen soll unter anderem eine Ausweitung des Baukastenprinzips sorgen. Für das Autogeschäft wird 2018 eine Kapitalrendite von mehr als 16 Prozent angepeilt – und für den Konzern insgesamt die Position des „ökonomisch und ökologisch weltweit führenden Automobilherstellers“.

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Die Eckpunkte der Strategie sind schon länger bekannt, bisher hielt sich der Konzern allerdings bei den Planzielen offiziell bedeckt. Die Veröffentlichung zielt auf die geplante Kapitalerhöhung. Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch startet gerade eine weltweite Werbetour bei den Investoren, um ihnen die neuen Vorzugsaktien schmackhaft zu machen, mit denen VW die Porsche-Übernahme finanzieren will. Es wird damit gerechnet, dass VW im März oder April den Börsenprospekt veröffentlichen wird.

Pötsch muss noch Überzeugungsarbeit leisten, denn die VW-Vorzugsaktie notiert im Moment bei rund 60 Euro. Im vergangenen Herbst, als die Kapitalerhöhung angekündigt wurde, lag der Kurs zeitweise bei mehr als 80 Euro.

stw