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Deutschland / Welt Volkswagen stimmt Verträgen zur Porsche-Übernahme zu
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Volkswagen stimmt Verträgen zur Porsche-Übernahme zu
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10:42 20.11.2009
Quelle: afp
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Am Freitag wollte sich auch der Porsche-Aufsichtsrat mit den Verträgen befassen. Darin werden organisatorische, strukturelle und rechtliche Details der Zusammenführung beider Unternehmen geregelt und die einzelnen Transaktionsschritte festgelegt.

Damit steht der seit Jahren andauernde Übernahmekampf von VW und Porsche vor dem Ende. Denn auch vom Porsche-Kontrollgremium wird erwartet, dass es der lange abgelehnten Übernahme des Sportwagengeschäfts durch VW endgültig zustimmt. Der designierte Porsche-Chef, der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, könnte damit bereits am Mittwoch seinen ersten öffentlichen Auftritt in seinem neuen Amt haben. Dann legen die Stuttgarter ihre endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/09 vor.

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Volkswagen und Porsche hatten sich im Sommer nach knapp vierjährigem Machtkampf grundsätzlich darauf verständigt, den hoch verschuldeten Sportwagenbauer als zehnte Marke in den VW-Konzern einzugliedern. Die Transaktion soll in mehreren Schritten umgesetzt werden. Noch in diesem Jahr will Volkswagen für rund 3,9 Milliarden Euro 49,9 Prozent an der Porsche AG übernehmen. Dazu plant Europas größter Autohersteller eine Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2010, der die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Anfang Dezember zustimmen sollen. Die endgültige Verschmelzung der beiden Konzerne soll 2011 erfolgen.

Unterdessen verständigten sich einem Bericht des „Handelsblatts“ (Freitagausgabe) zufolge die Eigentümerfamilien des insolventen Zulieferers Karmann mit VW über einen Teilverkauf. Dem VW-Kontrollgremium liege eine entsprechende Beschlussfassung vor, hieß es unter Berufung auf Verhandlungskreise. Das Thema dürfte bei der Fortsetzung der Aufsichtsratstagung am Freitag behandelt werden.

ddp

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