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Deutschland / Welt Ministerium verbietet WM-Fanschminke
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Ministerium verbietet WM-Fanschminke
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12:08 26.06.2014
Der beliebte WM-Schminkstift fiel beim Verbrauchewrschutz durch. Quelle: dpa
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Stuttgart

Nach dem Fund von gesundheitsgefährdenden Stoffen in Fan-Schminkstiften werden die Untersuchungen ausgeweitet. Das erklärte das baden-württembergische Verbraucherschutzministerium am Donnerstag. Am Tag zuvor hatte es bekannt gegeben, dass in allen 14 Proben von Schminkstiften in den Farben Schwarz-Rot-Gold verbotene oder nicht deklarierte Stoffe und Pigmente gefunden wurden. Die Behörde verbot daraufhin den Verkauf dieser Marken. Nun sollen 30 weitere Proben untersucht werden. Die Ergebnisse sollen in zehn bis 14 Tagen vorliegen.

Im Vorfeld und während der Fußballweltmeisterschaft hatten die Kosmetiklabore der Chemischen und Veterinär-Untersuchungsämter (CVUA) Karlsruhe und Freiburg bereits 14 Marken der populären Schminkstifte untersucht. Alle fielen beim Test durch. „Das ist ein sehr herbes Ergebnis", sagte Referatsleiter Manfred Edelhäuser zu den bisherigen Tests. Oftmals habe es sich bei den zur Fußball-WM angebotenen Fan-Schminkstiften um Aktionsware aus China gehandelt.

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In neun Proben wurde etwa der seit 1993 EU-weit verbotenen Farbstoff Lackrot (CI 15585) gefunden, der im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Bei 12 Proben seien nicht alle Inhaltsstoffe gekennzeichnet gewesen; 5 Proben enthielten der Mitteilung des Ministeriums zufolge einen gelben Farbstoff, den die Forscher nicht identifizieren konnten. Vermutlich handele es sich dabei um einen in der EU nicht zugelassenen Inhaltsstoff. der im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Andere betroffene Bundesländer und auch das Verbraucherschutzministerium in Berlin seien informiert worden, hieß es.

„Fußballfans erwarten zu Recht, dass Fanartikel sicher sind und die Schminke in Nationalfarben unbedenklich verwendet werden kann", zitiert Spiegel-Online Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Alexander Bonde. Inhaltsstoffe wie das verbotene Lackrot hätten „in Kosmetika nichts zu suchen".

Welche Produkte genau betroffen sind und wo sie überall verkauft wurden, war zunächst unklar.

dpa/isc

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