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Deutschland / Welt Wo sich der Hauskauf noch lohnt
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00:24 20.07.2014
Von Albrecht Scheuermann
In 36 Prozent der deutschen Städte und Kreise könnten die Wohnungs- und Hausbesitzer mit steigenden Preisen bis zum Jahr 2025 rechnen.
In 36 Prozent der deutschen Städte und Kreise könnten die Wohnungs- und Hausbesitzer mit steigenden Preisen bis zum Jahr 2025 rechnen. Quelle: dpa
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Hannover

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes Prognos im Auftrag der Deutschen Postbank. Untersucht wurden die Wertsteigerungschancen bis zum Jahr 2025 in Deutschlands 402 Landkreisen und kreisfreien Städten. Für die Region Hannover erwarten die Experten zumindest stabile Werte.

Sieger in Sachen Werthaltigkeit sind demnach etliche Gegenden, in denen die Immobilienpreise schon heute ein gewaltiges Niveau erreicht haben. So landeten der Landkreis München auf Platz eins und die Stadt München auf Platz zwei bei den Wertaussichten. Generell zeigt sich eine klare Nord-Süd-Trennung: Die interessantesten Regionen liegen fast komplett in Süddeutschland. Mit Münster konnte sich nur eine nördliche Stadt unter den ersten zehn platzieren. Die Nummer sechs unter allen deutschen Regionen sei ein Magnet für junge Menschen, die zum Studium in die Stadt kommen, der Wohnungsleerstand sei extrem gering. „In keine andere Region ziehen so viel mehr Menschen, als von dort wegziehen.“

Insgesamt sind nach den Ergebnissen der Untersuchung die Werterhaltungschancen gut. In 36 Prozent der deutschen Städte und Kreise könnten die Wohnungs- und Hausbesitzer mit steigenden Preisen bis zum Jahr 2025 rechnen. In 38 Prozent gebe es zumindest die Chance auf langfristige stabile Preise.

Auch in Niedersachsen gibt es einige Regionen mit guten Aussichten. Chancen auf eine sehr gute Wertentwicklung sieht Prognos in Wolfsburg sowie im Kreis Vechta, als gut werden die Aussichten in Braunschweig, der Grafschaft Bentheim, im Emsland, in den Kreisen Ammerland und Cloppenburg, der Stadt Oldenburg sowie im Kreis Harburg eingeschätzt.

Allerdings hat das Bundesland auch etliche Kreise mit schlechten Wertchancen, insbesondere im Süden rund um den Harz, westlich von Hannover, in der Heide und im Kreis Cuxhaven. Für die Region Hannover sagen die Fachleute stabile Preise voraus. Allerdings hat die Studie hier ein Manko: Die Region wird als Einheit betrachtet, es handelt sich also um Durchschnittswerte der Stadt Hannover und der umliegenden eher ländlichen Gebiete. Dies unterscheidet Hannover von allen anderen Großstädten und schränkt den Aussagegehalt ein. Schließlich könnten sich die Immobilienpreise in Hannover deutlich anders entwickeln als zum Beispiel in Uetze, Springe oder Neustadt.

Die trübsten Aussichten für die Wertentwicklung fanden die Prognos-Forscher in Ostdeutschland. Für die Studie berücksichtigten sie eine Reihe von Faktoren - von der Arbeitslosigkeit und dem Wohnungsleerstand über die Wirtschaftsdynamik bis zur künftigen Bevölkerungsentwicklung.

17.07.2014
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