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Deutschland / Welt Wolfgang Porsche kommentiert Piech-Aussagen nicht
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Wolfgang Porsche kommentiert Piech-Aussagen nicht
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14:32 13.05.2009
Wolfgang Porsche Quelle: Sascha Schuermann/ddp
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Piech, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG (VW) und Miteigentümer von Porsche, hatte den Sportwagenhersteller am Montag aufgefordert, vor einem möglichen Zusammengehen mit VW die eigenen Verschuldungsprobleme zu lösen. Er wolle zu diesen Aussagen nicht öffentlich Stellung nehmen, sagte Wolfgang Porsche am Mittwoch am Rande der Jahreshauptversammlung der Audi AG.

Die Höhe der Schulden hatte die Eigentümerfamilien von Porsche in der vergangenen Woche dazu veranlasst, die Aufnahme von Fusionsgesprächen mit VW zu forcieren. Eine Entscheidung wird für einen Zeitraum von drei bis vier Wochen angestrebt.

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Piech hatte am Montag gesagt, die Integration von Porsche in die VW-Gruppe sei eine Option. Zwei weitere Möglichkeiten des Zusammengehens seien „Fusionsoptionen“. Allerdings sei zum jetzigen Zeitpunkt eine Verschmelzung mit Porsche für VW von Nachteil, da die Wolfsburger „Rechte aufgeben“ müssten, hatte der VW-Aufsichtsratsvorsitzende weiter gesagt.

Porsche hält zurzeit rund 51 Prozent an VW und hatte ursprünglich geplant, 75 Prozent und damit die volle Kontrolle über VW zu übernehmen.

Derweil wies Porsche den in einem Magazinbericht erhobenen Vorwurf der Anlegertäuschung zurück. Die Behauptung der „WirtschaftsWoche“, Vertreter von Porsche hätten bei einem geheimen Treffen mit einem hohen Beamten der niedersächsischen Landesregierung bereits am 25. Februar 2008 in Berlin die Absicht geäußert, dass das Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit VW anstrebe, sei falsch, erklärte Porsche am Mittwoch. Dies habe man auch gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) klargestellt. Die Behörde hatte nach der Veröffentlichung des Berichts eine Untersuchung eingeleitet.

ddp