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Deutschland / Welt e.on-Töchter erhöhen Strompreise
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt e.on-Töchter erhöhen Strompreise
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16:14 10.01.2011
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Nach RWE, Vattenfall und EnBW müssen sich auch die Kunden des Energieversorgers e.on auf steigende Stromkosten einstellen. Die regionalen Versorger e.on Bayern, e.on Edis und e.on Hanse kündigte am Montag an, ihre Preise zum 1. März zu erhöhen, wie die drei Unternehmen mitteilten. Zum ersten Mai folgen dann die Regionalversorger e.on Avacon, e.on Mitte und e.on Westfalen-Weser. Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox erhöht e.on damit die Preise für eine Kilowattstunde Strom im Durchschnitt um 5,5 Prozent.

Wie andere Versorger begründet auch e.on die Preiserhöhung mit steigenden Kosten für erneuerbare Energien. Hunderte Versorger hatten bereits zu Jahresbeginn ihre Preise erhöht. Neben e.on erhöhen nach Angaben des Vergleichsportals Check24.de noch 63 weitere Anbieter ihre Preise kräftig - zum Teil um bis zu 13 Prozent.

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In Bayern müssen die Stromkunden von e.on im Grundtarif vom 1. März an für die Kilowattstunde (kWh) 1,44 Cent mehr bezahlen. Für einen Haushalt mit 3500 kWh Jahresverbrauch bedeute dies Mehrkosten von rund 50 Euro pro Jahr. Dies sei eine Steigerung von knapp sechs Prozent. Auch e.on Hanse beziffert den Anstieg mit sechs Prozent, Kunden müssen dort rund 1,54 Cent mehr pro Kilowattstunde (kWh) bezahlen. In Hessen müssen die e.on-Mitte Kunden vom 1. Mai an rund 3,5 Prozent mehr bezahlen. „Ein verstärkter Klimaschutz hat auch seinen Preis“, sagte Geschäftsführer Ulrich Fischer.

Spitzenreiter der aktuellen Runde sind nach einer Erhebung von Check24.de die gemeinsamen Kommunalunternehmen Oberes Egertal in Bayern. Dort steigt der Preis um fast 13,5 Prozent. Haushalte mit einem Durchschnittsverbrauch von 5000 Kilowattstunden zahlen dort nach der Erhöhung rund 156 Euro mehr im Jahr für ihren Strom. Bereits die noch im Dezember angekündigten Strompreiserhöhungen hatten bundesweit für Kritik gesorgt.

Die meisten Stromversorger machen die zum Jahreswechsel gestiegene Umlage, über die der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert wird, für den Preisanstieg verantwortlich. Kritiker werfen ihnen vor, im Gegenzug die niedrigeren Beschaffungskosten der vergangenen beiden Jahre nicht an die Kunden weitergegeben zu haben. Die e.on-Töchter wiesen darauf hin, dass die Erhöhung dank Kostensenkungen in anderen Bereichen geringer ausgefallen sei, als es wegen der gestiegenen Kosten durch erneuerbare Energien notwendig gewesen wäre.

dpa