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Wirtschaft Erstes Angebot im Konflikt um Handelstarif
Nachrichten Wirtschaft

Einzelhandel:Erstes Angebot im Tarifkonflikt

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01:15 20.06.2019
Wahrscheinlich drohen neue Streiks: Seit Mai haben mehrfach Mitarbeiter aus Handelsunternehmen für höhere Gehälter protestiert, hier Ende Mai in Hannover. Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Im Tarifstreit um die Bezahlung der niedersächsischen Mitarbeiter im Handel haben die Arbeitgeber am Montag ein erstes Angebot vorgelegt. Nach Angaben des Handelsverbands wurden für das erste Jahr 1,7 Prozent Lohnsteigerung angeboten, im Jahr darauf 1,2 Prozent. Das Angebot umfasse auch die Ausbildungsvergütungen und komme vollständig ohne Nullmonate aus. Die Handelsverbands-Tarifgeschäftsführerin sagte, man habe der Gewerkschaft „nochmals deutlich vor Augen geführt, dass angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage des stationären Einzelhandels die Verteilungsspielräume für die Unternehmen in diesem Jahr gering“ seien.

Verdi spricht von „Reallohnsenkung

Verdi-Verhandlungsführerin Sabine Gatz protestierte: „Dieses Angebot bedeutet für die Beschäftigten Reallohnsenkung für die nächsten beiden Jahre und in Zukunft die weiter steigende Gefahr von Altersarmut.“ Die Verhandlungen wurden auf eine dritte Runde am 18. Juni vertagt. Bis dahin will man auch schauen, wie sich die Gespräche in anderen Tarifgebieten entwickeln. Verdi fordert mindestens einen Euro pro Stunde mehr Gehalt und zudem, dass die Tarife für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Von Conrad von Meding