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22:09 14.10.2018
Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt. Quelle: dpa
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Hannover

Die Manager von Knorr-Bremse haben die Ruhe bewahrt. Obwohl die Kurse an den Aktienmärkten tagelang auf Talfahrt gegangen waren, wagte das Unternehmen am Freitag seinen Börsengang – und wurde belohnt: Das Debüt gelang, die Aktien lagen am Abend über dem Ausgabepreis.

Dabei herrscht an den Märkten viel Nervosität. Manche Analysten sprachen in der vorigen Woche sogar von einem „Crash-Modus“ und warnten vor einem „heißen Börsenherbst“. Ganz so schlimm war es nicht, dennoch mussten Anleger ärgerliche Einbußen verkraften. Der Dax verlor in fünf Tagen fast 5 Prozent; er liegt deutlicher niedriger als zum Jahresbeginn. In New York gab es vor allem zur Wochenmitte Verluste, doch am Freitag erholten sich die Aktien wieder etwas.

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Warum die Kurse so gefallen sind, ist nicht eindeutig zu sagen. Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich verschlechtert, in den USA steigen die Zinsen, die Ölpreise klettern, Amerika und China liegen im Handelsstreit, die Haushaltspläne der italienischen Regierung schüren die Sorge, dass der Euro-Staat seine Verschuldung nicht in den Griff bekommt. Vor allem in der Kombination sind das keine guten Nachrichten für Börsen – drohen deshalb vielleicht noch mehr Turbulenzen?

Investoren gehen also gespannt in die neue Handelswoche. In den USA gibt es neue Daten zu den Einzelhandelsumsätzen (Montag). Hierzulande äußert sich das ZEW-Institut zu den Konjunktureinschätzungen der Finanzmarktprofis (Dienstag), und SAP legt Geschäftszahlen vor (Donnerstag).

Von Dirk Stelzl

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