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Niedersachsen 75.000 zusätzliche Jobs in Niedersachsen erwartet
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen 75.000 zusätzliche Jobs in Niedersachsen erwartet
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08:11 24.05.2011
Von Dirk Stelzl
Der Aufschwung kommt in Niedersachsen an. Rund 75.000 neue Jobs erwartet Wirtschaftsminister Jörg Bode. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Das Wirtschaftswachstum komme auch bei den Arbeitnehmern an, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) am Montag aus Anlass des „7. Mittelstandstages“ in Hannover. „Wir erwarten einen Zuwachs von 75.000 Arbeitsplätzen im Laufe dieses Jahres.“

Bereits die Frühjahrsumfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) hatte ergeben, dass sich die gute Wirtschaftslage positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt und die Wirtschaft mehr Personal benötigt. 30 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie die Zahl der Beschäftigten in diesem Jahr erhöhen wollten. Viele Firmen dächten daran, ihre Stammbelegschaften dauerhaft zu vergrößern, erklärte die IHK Hannover. Der IHK-Konjunkturklima-indikator lag im Frühjahr mit 130 Punkten das zweite Quartal in Folge auf dem Höchststand der vergangenen zehn Jahre. Auch das niedersächsische Handwerk berichtete von einem kräftigen Konjunkturaufschwung. Die Betriebe planten für das Sommerquartal verstärkt Neueinstellungen, hieß es.

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Der Mittelstand habe sich in der Wirtschaftskrise robuster gezeigt als angenommen, sagte der Chef der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank), Michael Kiesewetter, beim „Mittelstandstag“. Vor allem Firmen, die konsequent auf Innovation und Qualifikation setzten, stünden solide da. Die Aussichten für die Konjunktur seien trotz Risiken wie der europäischen Schuldenkrise weiterhin gut. „Vom kranken Mann Europas hat sich Deutschland zur Konjunkturlokomotive gemausert.“

Bei der Veranstaltung im Hannover Congress Centrum beschäftigten sich rund 400 Unternehmer unter anderem damit, wie Mittelständler den Generationswechsel bewältigen, ihr Wachstum finanzieren, Strategien planen und Mitarbeiter qualifizieren. Der „Mittelstandstag“ wurde von der NBank gemeinsam mit der Commerzbank, der HypoVereinsbank und der Oldenburgischen Landesbank veranstaltet.

Der Lehrter Rechtsanwalt Otto Lüders wies in einem Forum darauf hin, dass sich viele Firmeninhaber nicht rechtzeitig um den Generationswechsel kümmerten. Unternehmer sollten sich früh mit der Frage auseinandersetzen, wie sie ihre Firma so strukturierten, dass bei der Weitergabe möglichst wenig Erbschaftsteuern anfielen. Problematisch sei es mitunter, wenn Abläufe zu stark auf den bisherigen Unternehmenslenker ausgerichtet seien, erklärte Frank Schaffrath vom Beratungsunternehmen Klein & Coll. Sein Tipp an Firmenchefs vor dem Generationswechsel: „Gehen Sie einmal vier Wochen in den Urlaub und lassen die Leute einfach machen.“

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