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Niedersachsen Absatzkrise zwingt VW zu Anpassungen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Absatzkrise zwingt VW zu Anpassungen
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08:24 08.09.2012
Angesichts der Absatzkrise rechnet VW damit, 300.000 Fahrzeuge weniger verkaufen zu können. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Die einbrechenden Automärkte in West- und Südeuropa zwingen den Volkswagen-Konzern zu einer Senkung seiner Absatzziele für das Jahr 2012. Dabei falle die Korrektur aber geringer aus, als dies in einem Zeitungsbericht dargestellt worden sei, teilte Europas größter Autobauer am Freitag mit.

Nach Informationen des „Handelsblatts“ kürzte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler den Absatzplan um 300.000 Fahrzeuge. Der überwiegende Teil davon entfalle auf Europa mit 250 000 Fahrzeugen weniger als ursprünglich geplant. Entsprechend weniger Autos würden im Herbst und Winter gebaut. VW wies diese Größenordnung allerdings zurück: „Die genannten Zahlen entbehren jeder Grundlage“, sagte ein Sprecher.

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Dass wegen der schwachen Autokonjunktur in der Heimatregion voraussichtlich nicht so viele Modelle verkauft werden können wie in bisherigen Planungen angenommen, räumte das Unternehmen indes ein. „Aufgrund der anhaltend angespannten Marktsituation in Westeuropa haben wir geringfügige Anpassungen vorgenommen - jedoch bei weitem nicht in dem Maße, wie gegenwärtig spekuliert wird“, hieß es. Dass das Ziel für das Gesamtjahr 2012 wie von dem Blatt berichtet von 9,7 auf 9,4 Millionen Autos reduziert worden sei, treffe nicht zu.

Offiziell gilt bei den Wolfsburgern nach wie vor die „Strategie 2018“. Demnach will Volkswagen mit seinen mittlerweile zwölf Marken in spätestens sechs Jahren die Absatzschwelle von zehn Millionen ausgelieferten Fahrzeugen erreichen und zum größten Autohersteller aufsteigen. Manche Branchenbeobachter glauben, dass dies den Niedersachsen schon früher gelingen könnte. Derzeit liegen noch der US-Autoriese General Motors und der japanische Erzrivale Toyota vor den Niedersachsen. Mit Hilfe des Anfang der Woche vorgestellten Golf 7 will der Konzern insbesondere gegen die Krise in Europa anfahren.

Im vorigen Jahr kam VW mit allen Töchtern auf einen Rekordwert bei den globalen Auslieferungen von rund 8,3 Millionen Autos, im ersten Halbjahr 2012 lagen sie bei 4,45 Millionen. „Die Märkte in Westeuropa gehen jetzt aber in eine andere Richtung“, erklärte ein Sprecher. Zuletzt hatte es zudem Berichte um mögliche Produktionskürzungen von bis zu 10 Prozent gegeben, die VW aber als spekulativ zurückwies. Vor allem in Asien und Amerika läuft es für den Konzern weiterhin rund.

dpa

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